Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

trögeln, vb.

trögeln, vb.,
im schwäb. 'lange, langsam essen und trinken; auch vom behaglichen kneipen' Fischer 2, 309; trögeln chopiner, gobeloter, buvotter Mozin wb. d. frz. spr. (1856) 3, 27ᵃ: dafür entbehrt man aber auch jenes cordiale und fidele wesen, jenes so liebliche tröglen, wovon blos wir Schwaben eine idee haben Uhland briefwechsel 1, 62. in den formeln trägeln und trögeln für das veranstalten einer gemeinsamen ('zusammengetragenen') mahlzeit, s. bei Fischer 2, 309, vgl. auch: bretzenholen, draglen und anklopfen (wird verboten, 1682) ebda mit zu den ... verbottenen zechen und tröglen (a. d. j. 1752) bei Reyscher slg. d. württ. ges. 11, 2, 225. trägeln und seine bedeutung weist auf tragen; ableitung von ²trögel 2 erwägt Birlinger Alemannia 11, 163, vgl. auch ²tröglein.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1936), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 793, Z. 10.

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trotzteufel tröpflein
Zitationshilfe
„trögeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tr%C3%B6geln>, abgerufen am 24.09.2021.

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