Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

trübetümplig, trübetümpelig, adj.

trübetümp(e)lig, adj.,
'traurig, niedergeschlagen', zu trübetümpel gebildet: so reizend dieser baum (die lärche) im frühling, im sommer ziert, so trübetümpelig und nackt trauert er im winter D. v. Liliencron s. w. (1896) 2, 142; erst dummheiten machen und dann trübetümplich dasitzen, anstatt selbst zuzugreifen, um alles wieder ins richtige geleis zu bringen — das ist mir schon das rechte H. v. Zobeltitz in: daheim 31, 367ᵇ; vgl. dialektisch trübetimpelicht verdutzt, dämlich Anton Oberlaus. 13, 20, trübetümplig trübselig, niedergeschlagen Müller-Fraureuth 1, 254ᵃ, wo belege; auch in Ost- und Westpreuszen von Insterburg bis Deutsch-Krone als tribətimpliΧ allgemein verbreitet, selten literarisch: trübetimplig sein, so etwas gibts ja garnicht El. Brönner die sendung d. Rohrmosers 161 (mitteilung v. W. Ziesemer).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1939), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1203, Z. 20.

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Zitationshilfe
„trübetümpelig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tr%C3%BCbet%C3%BCmpelig>, abgerufen am 28.10.2020.

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