Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tragik, f.

tragik, f.,
junge neubildung zu tragisch nach dem muster von logik: logisch, kritik: kritisch u. s. f., die im 19. jh. zunächst neben, dann immer stärker an die stelle von das tragische tritt und im 20. jh. geradezu modewort wird. stets übertragen vom menschlichen schicksal: übrigens liegt ja alle tragik auch nur in der vernichtung und macht nichts anschaulich, als die leere des daseyns Hebbel br. 2, 111 W.; im grunde begreift keiner die tragik im leben des andern Raabe Horacker (1876) 14; es ist die geheimnisvolle tragik aller völkerbewegung, dasz im norden das individuum an einsamkeit zugrunde geht, im süden an gesellschaftlichkeit Werfel Verdi (1930) 170.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1142, Z. 10.

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Zitationshilfe
„tragik“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tragik>, abgerufen am 28.01.2022.

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