Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tragknospe, f.

tragknospe, f.,
frucht- oder blütenknospe im gegs. zur blattknospe; seit dem 17. jh. bezeugt: die auffgethane trageknospe bringet (treibet) die blüte herfür Comenius janua aurea (1638) § 117; palmes fructuarius ein fruchtbarer reb, der tragknospen hat Corvinus fons latin. (1646) 616;
erst seh ich blätterknospenspitzen
umringt von trageknospen sitzen
Brockes ird. vergn. in gott (1721) 4, 63;
eben dasselbe organ (der pflanze) kann sich nach verschiedenen umständen zu einer tragknospe oder zu einem unfruchtbaren zweige entwickeln Göthe II 8, 81 W.; dasz fast alle meine kleinen apfelbäumchen in tragknospen standen Fr. Reuter briefe 718 Weltzien; endlich haben wir noch zwischen ... triebknospen und zwischen blüthen- oder tragknospen zu unterscheiden Roszmäszler wald (1863) 64; bildlich: das menschenherz ... hält es nicht aus, irgend ein groszes und reines streben der menschlichen aufopferungskraft, wenn seine tragknospen vor seinen augen zur offenen blüthe gelangt sind, hülflos verschmachten ... zu sehen Pestalozzi 13 (1932) 244.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1147, Z. 17.

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Zitationshilfe
„tragknospe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tragknospe>, abgerufen am 18.01.2022.

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