Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tragsack, m.

tragsack, m.
1) sack zum transport von gegenständen: (1441) backhawsz: ... 15 tragesecke ... im brawhaws: ... 3 ledige vas, 15 tragesecke grosz. ämterb. d. dtschen ordens 169 Ziesemer; mantelsäcke (auf das pferd geschnallt) ... sind eigentlich tragsäcke Ritter erdkunde 2, 966; ranzen, reisetaschen, tragesäcke u. s. w. ... müssen allezeit zweiriemig sein Fr. L. Jahn 2, 24. 2) gebärmutter: der fruchthälter, uterus, gebärmutter, bärmutter, tragsack L. Hoffmann allgem. thierzucht 369; Kehrein weidmannsspr. 293; wenn das junge im mutterleibe (in der gebärmutter, dem tragesack oder uterus) soweit ausgebildet ist, ... dann sucht das mutterthier sich seiner zu entledigen J. N. v. Schwerz prakt. ackerbau 733; welche (menschen) den herabhängenden tragesack (der kuh) vermittelst eines undergezogenen handtuchs herauf heben Thomas allgem. vieharzneib. 2, 118; auch mundartlich, s. Fischer schwäb. 2, 310; Schmeller-Fr. 1, 653.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1160, Z. 55.

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Zitationshilfe
„tragsack“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tragsack>, abgerufen am 28.01.2022.

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