Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tragschaft, f.

tragschaft, f.
1) das 'tragen', 'innehaben' spec. von lehen: (1449) das ich iuwer lechenman bin, besunder lechen trage ... darumb so ich ... wyder iuch tun und sin musz, so sagen iuch soliche lechen und tragschaft der lechen ... uff in Chr. Fr. Sattler topograph. gesch. von Württemberg unter den grafen 3, beilage 136; so bedeuts, daz der geborne werde zuͦ groszen herrschungen, groszen ämptern und tragschaften kommen Pegius geburtsstundenb. (1570) q q 8ᵇ. 2) 'vormundschaft' vgl. tragnis, träger 2: dess hl. reichs statt Memmingen tragschaftordnung 1707, dasselbe 1756 erneuerte trag- und vormundschafftordnung, s. Fischer schwäb. 6, 1764.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1162, Z. 5.

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Zitationshilfe
„tragschaft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tragschaft>, abgerufen am 28.01.2022.

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