Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tragstange, f.

tragstange, f.,
stange zum halten: (1460) Sebastian Kelderer gibt das feldbret und die tragstang von seinem kamerland (zur errichtung eines gatters) tirol. weisth. 1, 216 u. ö.; tragstangen, die reben darann auffzufüren und zubinden Sebiz feldbau (1579) 50; tragstangen heiszen die beiden stangen, woran das decknetz befestigt ist, wenn man bei nacht lerchen streicht oder fängt Hartig lex. für jäger (1861) 534; Behlen 6, 213; zum transportieren von lasten: in der revolutionszeit ... erscheinen alle ... krieger ... mit einer tragstange für das gepäck ausgerüstet v. Alten handb. 1, 308; wie sie (die erdbeeren) ... in körbe verpackt und auf langen tragestangen heimgebracht werden tägl. rundschau 1901, unterhaltungsbeil. 555ᶜ; der mann faszte mit den 7 andern die dicht vergoldeten tragstangen (der sänfte) Dahn Gelimer (1885) 118; voran schwankte auf zwei tragstangen der ... sarg Rosegger I 4, 168; sodasz meine träger ... knietief ... einsanken und dabei die tragstangen, damit das wasser nicht in die tipoja (hängematte) dringen konnte, auf ihren köpfen festhalten mussten Soyaux aus Westafrika 2, 70. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1163, Z. 42.

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Zitationshilfe
„tragstange“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tragstange>, abgerufen am 28.01.2022.

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