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Fundstelle: Lfg. 8 (1933), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1279, Z. 31
1) wertloses geschwätz:
verschwiegenheit die ist
für treescherey zu wählen,
wann einer ingeheim von andern was geniest
C. Knittel poet. sinnenfrüchte (1677) 172;
was aber den vorwurf des fanatismus betrifft, der seit jahren schon durch deine briefe geht, so weisz ich den anlasz gar wohl, woher er sich schreibt. er war die trätscherei eines menschen, der mir gleich beim ersten zusammentreffen nicht gefiel D. Fr. Strausz ausgew. br. 490; ich könnte ihnen hierüber einzelne geschichten erzählen, die mehr als litterarische trätscherei sind Fr. Christian von Schleswig an Baggesen 224 Schulz. 2) schlechte nachrede: sieh, das ist der schlechte kerl von bonze, der einst an unsern hof war und durch boszheit, tratscherey das reich verwirrte Klinger theater (1786) 3, 202; zu rachsüchtigen absichten, deren ausgang pasquillen und trätschereien wären, dazu hat er (Göthe) erstlich nicht die seele und zweitens nicht die zeit Göthes gespräche 10, 9; ich weisz nicht, ... warum es mich so unmuthig macht, wenn ich trätschereien über dich höre Bettine Cl. Brentanos frühlingskranz 302.
Zitationshilfe
„tratscherei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tratscherei>, abgerufen am 16.07.2019.

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