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Fundstelle: Lfg. 5 (1936), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 723, Z. 71
aus lat. triumviratus, m., 'das amt eines triumvirn' entlehnt. von politischen führerschaften: drey häuser waren nun zu einer solchen grösze gelangt, dasz ... sie eine art von triumvirat hätten errichten ... können M. I. Schmidt gesch. d. Deutschen (1778) 3, 562; allgemein auf das geistige gebiet übertragen: Buffon, Rousseau, Diderot erschienen, ein groszes triumvirat der beredsamkeit, jeder in seiner art Herder s. w. 22, 161 S.; obgleich jeder einsieht, dasz er (Platen) nur mit Ramler und etwa A. W. v. Schlegel ein triumvirat bildet Heine w. 3, 253 E.; ein gesetzbuch ... unter dem triumvirat eines Ledderhose, Schmerfeld und noch eines dritten (soll erscheinen) J. Grimm an W. Grimm (1881) 40; auch von frauen: das triumvirat von frauen, unter dessen anführung das ganze gebildete Italien damals in den kampf ging H. Grimm Michelangelo (1890) 2, 269; gelegentlich auch von dingen: (der) gipfel des Inselberges, der mit dem Beer- und Finsterberg das triumvirat der höchsten spitzen des Thüringer waldes bildet fürst Pückler briefw. u. tageb. 2, 317.
Zitationshilfe
„triumvirat“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/triumvirat>, abgerufen am 09.12.2019.

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