trivialität f.
Fundstelle: Lfg. 5 (1936), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 726, Z. 7
substantivbildung zu trivial nach frz. trivialité, s. Seiler lehnw. 4, 220; seit dem 18. jh. bezeugt, entsprechend trivial 1 a: (der satz,) dasz man ... gerichte nicht um hülfe zu rufen brauche, wenn jedermann seine pflichten gegen andere erfüllt, (ist) eine trivialität, die man schon längst gewuszt hat K. L. v. Haller restaur. d. staatswiss. 1, 142; üppige operngesänge oder componirte trivialitäten der gemeinsten art (verdrängen) jeden andern gesang Herder s. w. 23, 344 S.; da ihre blätter (sc. der zeitungsschriftsteller), vermöge der trivialität ihres inhalts, das allergröszte publikum ... liest Schopenhauer w. 2, 145 G. zu 1 b: jene flache trivialität der gesinnungen Görres ges. schr. 4, 103; (für Schopenhauer) ist ... der optimismus durchaus der standpunkt der plattheit und trivialität D. F. Strausz schr. 6, 96; die trivialität der verfasser Gleim s. schr. (1798) 1, 133; sein machwerk (eine parodie) enthielt viel trivialität Grabbe w. 1, 395 B. zu 1 c: die trivialität des alltags Immermann 10, 261 Boxb.; trivialität der alltagswelt W. Raabe Horacker (1876) 124.
Zitationshilfe
„trivialität“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/trivialit%C3%A4t>, abgerufen am 09.12.2019.

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