trockenplatz m
Fundstelle: Lfg. 5 (1936), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 758, Z. 29
1) 'ein freier platz, wäsche darauf zu trocknen' Voigtel wb. 3, 425ᵇ; (in München stehen) kirchen, wo einst spiel- und trockenplätze waren Hebbel br. 6, 349 Werner; ähnlich: die bank hinter dem ofen schien ihm ein reizender trockenplatz (wo er sich die nassen kleider trocknen konnte) Holtei erz. schr. 10, 186. 2) in bayrisch-österreich. weistümern als feste bezeichnung für stätten mit bestimmter schankgerechtigkeit (vgl.trocken C 1 c β): daz niemant truckchenplez in seinem haus oder vor seinem haus gestatten sol ..., es sei vailer wein da oder nicht niederöst. weist. 1, 759 (um 1450); es solle auch kain wirt spilen lassen in seinem haus, er schenk dann failen wein. und sind auch verpoten alle truckenplätz, dasz man darauf umb phening spil auf der gassen oder in dem perg ebda 1, 923 (15. jh.); welcher wirt bei nechtlich zeit und auch ob ainer in seinem haus auf truckenplätz spiln liesz, ist zu wandel von jedem spieler 72 D ebda 1, 936 (17. jh.). —
Zitationshilfe
„trockenplatz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/trockenplatz>, abgerufen am 26.08.2019.

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