tropfnasz
Fundstelle: Lfg. 6 (1937), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 887, Z. 67
auch tropfennasz, adj.: verstärkung zu nasz, so nasz, dasz es tropft. vgl. auchtraufnasz, ↗triefnasz: zuletzt kam ein altes weib ganz tropfnasz daher Grimmelshausen 1, 430 Keller; paraplui hat er auch keins bei sich, da kommt er tropfnasz heim gr. Pocci lust. komödienbüchl. 3, 254; tropfennasz:
sein haar ist tropfennasz, sein haupt durchaus betaut
von thränen dieser nacht
Lohenstein himmelschlüssel 24;
ja, wie kann ich das heu holen, ... es ist troppenasz Endt sagen u. schwänke a. d. Erzgeb. 164; dialektisch in weiterer verbreitung: tropfnasz Lexer kärnt. wb. 196; tropfnasz Jakob wb. d. Wiener dial. 196ᵃ; dropfnasz Seiler ma. von Basel 85ᵃ; tropfnasz Meisinger Rappenau 208ᵃ; dröpsnasz wb. d. luxemb. ma. 73; tropfnasz aus Eger bezeugt nach Frommann zeitschr. 5, 192.
Zitationshilfe
„tropfnasz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tropfnasz>, abgerufen am 23.09.2019.

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