Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

trub, m.

trub, m.;
die trübstoffe oder hefemassen, die sich beim nachgären von wein und bier am boden des fasses absetzen, vgl. Brockhaus¹⁵ 7, 104ᵇ. ein zweifellos altes wort, identisch mit schwed. dial. drōv 'bodensatz (im wein)', das wie treber (teil 11, 1, 1, sp. 1568) zur wurzel *dh(e)rābh- 'bodensatz einer flüssigkeit' gehört; näheres zur etymologie s. unter trübe, adj. erst frühnhd. (15. jh.) im compositum trubwein (s. dort) bezeugt, heute z. t. noch mundartlich und fachsprachlich im gärungsgewerbe in gebrauch, vgl. drub trüber weinrest im asz Hertel Thür. 248; trub rückstand gekelterten obstes (18. jh.) Bauer-Collitz waldeck. 177; druuf 'trüber bodensatz des weines' Krüger Emden (1843) 52, Stürenburg ostfries. 40ᵃ; trof, truf von jeder trüben flüssigkeit Schmitz sitten u. sagen d. Eifler volkes 1, 232ᵇ; droᵘf trüber wein als faszrest luxemb. ma. 72ᵇ. von jungem most (vgl. trübe f. 1 b ende): während die rebstöcke droben auf ihren bergen in der winterkälte wie tot ... dastehen, hat sich ihr abgezogener saft drunten im gärkeller zum trub gesetzt und einigermaszen geklärt H. Eulenberg ausgew. w. (1926) 5, 312; der wirt ... holte seinem landsmann sogleich einen groszen krug mit gärendem trub herauf ebda 5, 321; vom rückstand der bierwürze: die würze hat ... ein schwarzes aussehen und läuft ab, ohne etwas vom trub mitzunehmen (bei der bierbrauerei) Lueger 2, 39.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1939), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1164, Z. 46.

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Zitationshilfe
„trub“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/trub>, abgerufen am 03.08.2021.

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