Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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trommen, vb.

trommen, vb.
nur im älteren deutschen belegtes schallnachahmendes wort, vgl. das nicht verwandte, aber ähnlich gebildete und gebrauchte anord. þruma (als skandinav. lehnwort engl. thrum, s. dazu Skeat etym. 641ᵃ). trommen ist wie das subst. tromme (s. d.) ins engl. und skandinav. entlehnt worden; im deutschen spärlich im spätmhd. und älteren nhd. bezeugt, mundartlich alem. in resten bewahrt, vgl. trummen Schmidt elsäss. 362ᵇ; Mankel Münsterthal 2, 269, s. auch Fischer schwäb. 2, 400; dasz trummen zunächst allgemein 'tiefe, dumpfe töne erzeugen' bezeichnete, ist möglich, aber durch folgende belege noch nicht sicher erweislich:
ein murren und ein trummen
sich huͤb, ein findlich brummen
von armen handwerksluͤten
Würzburger städtekrieg (um 1397) bei Liliencron hist. volksl. 1, 171ᵃ;
vil kalter brunnen flussen
vom hohen felsen ab zu tall,
ir trummen wyt im wald erhall
(anfang 16. jh.) amor, die liebe (o. o. u. j.) a 4ᵃ;
älter und reicher belegt vom spielen der trommel oder pauke, meist mit pfeifen zusammen genannt:
auch kund ich vidlen, trummen, pauken, pfeiffen
Oswald v. Wolkenstein 64, 24 Schatz;
dirre wil summern, der wil gîgen,
der wil trummen, der wil swîgen
Hugo v. Trimberg renner 16202 E.;
(weiber,) die mit baucken und cympeln vorher trummen Seb. Franck weltbuch (1534) 193ᵇ; mit hoffieren, pfeiffen und trummen G. Westenberg an d. weltl. stände (1541) f 1ᵃ;
wie man doch trummet, pfeifft und singt
Ayrer 698 K.;
trommen tabouriner Hulsius-Ravellus (1616) 330ᵃ; trommen bei Czepko (handschriftlich) nach P. Drechsler W. Scherffer 264; trommen, trummen M. Kramer dict. 2 (1702) 1148ᵃ; archaisierend:
sie blasen, trummen
P. Ernst kaiserbuch 3, 2, 322.
zugehöriges trummer, trummerin stirbt schon im 15. jh. aus, vgl. drummer bei Bücher Frankf. berufswb. 41ᵃ, trumpper (nd. 15. jh.) Diefenbach gloss. 583ᶜ; tumberin (l. trumberin) nov. gloss. 364ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1937), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 828, Z. 68.

trummen, vb.

trummen, vb.,
'trommeln', s. trommen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1940), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1350, Z. 3.

trummen1, vb.

¹trummen, vb.,
denominativum zu trumm, n., vgl. drumon recidere ahd. gll. 3, 1, 6 St.-S.; mhd. drumen, drümen 'in stücke brechen, hauen, schlagen', s. Lexer 1, 472; nur noch fachsprachlich: trummen ein seil in zwei teile zerlegen Veith bergwb. (1870) 505, vgl. trumm A 3 a β. auch mundartlich bezeugt; in der bedeutung 'baumstämme in runde klötze zerschneiden', vgl. z. b. Crecelius oberhess. 305, bad. wb. 577ᵃ, rhein. wb. 1. 1525; drommᵉ 'den hauberg oder sonst ein grundstück querteilen' Heinzerling-Reuter Siegerl. 49; trumme, trumbe 'einen acker querteilen' Schön Saarbrücken 212ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1940), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1350, Z. 4.

trummen2, vb.

²trummen, vb.,
gelegenheitsbildung im sinne von 'schwerfällig wie ein klotz mit ganzer länge dröhnend niederfallen', wohl zu trumm A 4 'holzklotz' gebildet: fehler sind, wenn der ger ... quert und trummt Fr. L. Jahn w. 2, 75 E.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1940), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1350, Z. 15.

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Zitationshilfe
„trummen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/trummen>, abgerufen am 01.08.2021.

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