n.
Fundstelle: Lfg. 13 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1983, Z. 39
'despotisch auferlegtes joch', metaphorisch für 'zwingherrschaft' (zu tyrann B 1 b):
und wenn mir (Melchthal) niemand folgt, und wenn ihr alle
für eure hütten bang und eure heerden,
euch dem tyrannenjoche beugt — die hirten
will ich zusammen rufen im gebirg
Schiller 14, 301 G. (s. auch ebda 13, 144 u. vgl. tyrannenkette ebda 1, 289);
(Hermann,) Germaniens retter und befreier
von Roms tyrannenjoch
H. v. Kleist w. 2, 430 E. Schmidt;
wie erbarmungslos würde das tyrannenjoch solcher (hochmütiger, hysterischer) sieger auf unserm sklavennacken lasten Liller kr.-ztg. (1917) 127; auch vom zwang böser gewohnheiten (zu tyrann B 4 c β): das tyrannenjoch böser gewohnheiten vom hals zu schütteln Schubart leben u. gesinnungen 2 (1793) 83.
Zitationshilfe
„tyrannenjoch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tyrannenjoch>, abgerufen am 09.12.2019.

Weitere Informationen …