unabkömmlich adj.
Fundstelle: Lfg. 1 (1912), Bd. XI,III (1936), Sp. 67, Z. 14
bei Campe noch nicht verzeichnet.
1)
im sinne des schweiz. abkommen = abgehauen werden (Staub-Tobler 3, 271) ist unabkömmliches holz solches, das nicht gefällt werden darf: stand zwar etwas haubares holz umher; aber dasselbe war gänzlich unabkömmlich, wenn man nicht den letzten schutz für den .. boden hinwegnehmen wollte Bernhardt gesch. des waldeigentums 3, 222.
2)
das gegentheil von abkömmlich = entbehrlich, besonders in der heeressprache; deutsche wehrordnung 2, 20—23; heerordnung 2, 19; Poten handwörterbuch der ges. militärwissenschaften 9, 216; 'als unabkömmlich dürfen reichs-, staats- und gemeindebeamte, angestellte der eisenbahnen und personen, welche ein geistliches amt bei einer mit korporationsrechten innerhalb des reichs bestehenden religionsgesellschaft bekleiden, zurückgestellt werden, wenn ihre stellen selbst nicht vorübergehend offengelassen werden können und keine geeignete vertretung zu ermöglichen ist, und zwar hinter den ältesten jahrgang der landwehr' Brockhaus 17¹⁴, 335ᵇ.
Zitationshilfe
„unabkömmlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/unabk%C3%B6mmlich>, abgerufen am 19.06.2019.

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