Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ungebührlichkeit, f.

ungebührlichkeit, f.,
gegentheil von gebührlichkeit, in den bed. des adj. ungebührlich, abstract und concret. mnl. ongeboorlijcheit. ungebürligkeit Maaler. für indecenz Kinderling, für inconvenienz, insolenz Campe. vgl.ungebühr 1 a: wie ist es möglich, mit so fruchtlosen ... ungebührlichkeiten das gute papier zu vernützen F. Schlegel Mus. 2, 354. 1 b: das 5. argument nimpt er ab indecoro, von der ungebürligkeit und ubelstand Pomarius gr. postilla 2, 248ᵃ; in folge vorgekommener ungebührlichkeiten (gegen vestalinnen) Mommsen staatsrecht 1, 309. 1 c: sie können keine dabei (bei geschlechtertänzen) vorgefallenen ungebührlichkeiten berichten Böhme gesch. d. tanzes 70. 1 d: die u. der ausdehnung. 2: wir uns aller ungebürlicheit und unzimpfferkeit vil gegen üch erboten haben Riederer t 3 a; ungebührlichkeiten im theaterverkehr R. Wagner 8, 191. mit ungebürligkeit Paracelsus chir. 150 B wie mit ungebühr. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1915), Bd. XI,III (1936), Sp. 635, Z. 27.

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Zitationshilfe
„ungebührlichkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ungeb%C3%BChrlichkeit>, abgerufen am 27.05.2020.

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