ungreifbar adj. adv.
Fundstelle: Lfg. 7 (1920), Bd. XI,III (1936), Sp. 1029, Z. 16
gth. v. greifbar; vgl. unbegreifbar, unan-, unergreifbar, unfaszbar. eigentlich: ein geist, ein rauch ist zwar ungreiffbar, aber nicht allezeit unfühlbar Kramer (1700) 1, 559ᵇ; in ungreifbaren lagen des orgelspiels Fr. A. Gotthold schr. 2, 347; ungreifbares unding Sonnenberg Donatoa 2, 1, 201; gebilde Göthe Faust 9120; diese kleinen, ungreifbaren dinge Storm (1899) 1, 248; adv. Grillparzer 3, 46. unsinnlicher: die schier ungreifbaren tonklitterungen W. v. Chezy erinnerungen 2, 224; ein leeres, ungreifbares gerücht Heer könig der Bernina 307; unangreifbar, lieber noch ungreifbar für die vernunft Nietzsche 4, 7; adv. u., spukhaft bildet die phantasie Laistner nebelsagen 12. nichts unsichtbares und ungreifbares Gervinus g. d. d. dicht. 5, 148. oft von schöner poetischer wirkung. ungreifbarkeit, f., Campe, Sachs-Villatte.
Zitationshilfe
„ungreifbar“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ungreifbar>, abgerufen am 18.07.2019.

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