adj. adv.
Fundstelle: Lfg. 7 (1920), Bd. XI,III (1936), Sp. 1097, Z. 56
gth. v. körperlich 2. vgl. auszerkörperlich, körperlos. für immateriell Voigt geschäftsführung 2, 14; Krünitz. uncorporalisch (die uncorporalisch element, substantia ohn leib) Parac. 1, 675ᵃ; uncorporlich Harsdörffer secretarius 2, 217 (vereinzelt unkörper, m., non corpus Schiller lat. wb. 3, 6810): substantia, ein ubernatürlich oder ein himmlisch wesen, ist uncörperlich als gott, die geister Bütner dialectia teutsch (1588) 71ᵃ; Birken lorbeerh. 219; Dannhawer catechism. 5, 599; viel weniger wird es der rauch thun (nahrung geben), als der weit dünner und unkörperlicher ist J. Balde-Birken truckene trunkenheit 188; unschuldiger und unkörperlicher umarmen A. v. Knigge Mildenburg 2, 293; den spröden und unkörperlichen A. Wieland Agathon 1, 217; der unkörperlichste philosoph Herder 6, 139, 220; 31, 240; etwas unkörperliches Knorr v. Rosenroth pseudodoxia 255. juristisch von liegenschaften, objecten, sachen: allg. d. bibl. 100, 69; Jhering geist 2², 466; handwb. der staatswissensch. 3, 294. sprachwissenschaftlich: einer unkörperlichen abstrakten bedeutung Adelung magazin 2², 101; handlung lehrgeb. 2, 163. dazu unkörperlichkeit, f.: der seele A. v. Haller tageb. (1787) 1, 245; Göthe II 11, 215, 5 W.; immaterialist, der die u. der seele behauptet Voigt geschäftsf. 2, 14; Lange gesch. d. materialismus 125. unkörperlichkeitslehre, -lehrer immaterialism, -list Lucas.
Zitationshilfe
„unkörperlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/unk%C3%B6rperlich>, abgerufen am 20.11.2019.

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