unmenge f.
Fundstelle: Lfg. 8 (1921), Bd. XI,III (1936), Sp. 1173, Z. 24
durch un IV D gesteigerte menge (s. d. 8 ff.). aus d. mundart (unmenge eine grosze menge, Appenzell, Elsasz v. Klein 2, 207 [1792]; Fischer schwäb. wb. 6, 202. vgl. unmänniglich grosz, viel u. dgl. Schöpf 433) erst im 19. jh. in die schriftspr. gedrungen. vgl. unhaufe, ↗unmasse, ↗unzahl (die im nhd. verschollenen alten bildungen ahd. unmanigî, mnl. onmenichte u. s. w. hatten umgekehrt die bed. paucitas): er kannte eine u. von personen J. v. Düringsfeld in der heimath (1843) 48; die u. von namen G. Keller nachl. 219; eine u. geld, zuhörer; fehler die u.; baumfrüchte, von denen manche in unmengen aufgehäuft lagen Hoops waldb. 299.
Zitationshilfe
„unmenge“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/unmenge>, abgerufen am 22.09.2019.

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