part. adj. adv
Fundstelle: Lfg. 14 (1931), Bd. XI,III (1936), Sp. 2118, Z. 64
zu verwehren, nicht verwehrt. mhd. unverwert; mnd. unvorwert. vgl.unerwehrt: warum solte nun dem weiblichen geschlechte übel anstehen, was dem männlichen u. ist? Lohenstein Arm. 2, 75ᵃ;
Johannisfeuer sey unverwehrt,
die freude nie verloren
Göthe 42, 2, 459 W.;
doch sollte zuweilen ein briefchen u. seyn W. H. Riehl Eisele u. Beisele 120; noch häufiger u. bleiben. unverwertú muͤssikeit H. Seuse d. schr. 160, 8 B., gewalt Schupp (1663) 679, lust Triller poet. betrachtungen 4, 71, thron Bismarck gedanken u. erinn. 1, 179 volksausg. adv.:
man het gefunden einen mordt,
welcher zue sehen auch noch dort
in der kirchen unverwehrt
Endinger judenspiel 979 ndr.;
gefallet euch also nun diese erklärung, nun so nembts an, wo nicht: so sucht euch selbsten unverwehret eine esels adel 110; Hoffmannswaldau-Neukirch 2, 81; u. stehlen oder rauben Henrici (1727) 1, 399; u. umspielten sorgsam gewundene locken die lichte stirn Scheffel (1907) 1, 107. als part. absol.: ich wüszte mich itzt nur einer einzigen alten figur zu erinnern, welche in einer andern lage schliefe (dem herrn Klotz u., geschwind seine kupferbücher durchzublättern und mir mehrere zu zeigen) Lessing 11, 16 M.; u. indesz, dasz ... 8, 492 L. sprichwörtlich: beschert ist u. Schellhorn (1797) 33; vgl. th. 1, 1563; ungeehrt, u.! Mosenthal 3, 213. —
Zitationshilfe
„unverwehrt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/unverwehrt>, abgerufen am 11.12.2019.

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