Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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ungeziefer, unziefer, n.

ungeziefer (unziefer), n.,

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älter, ursprünglicher und reicher entwickelt als sein gegenstück geziefer (vgl. ziefer).
I.
herkunft, verbreitung, formen.
1)
u. ist eine auf gemeingerm. grundlage (g.* tibr; an. tafn, tivor, tîfurr; ags. tîber, tîfr; ahd. zebar) erwachsene deutsche bildung, die zuerst im 12. jh. bezeugt wird. der begriff wurzelt im heidnischen opferwesen (J. Grimm mythologie 1³, 36), dessen unterdrückung hinreichend erklärt, dasz das wort zunächst aus der spr. der literatur und der öffentlichkeit verschwand und in die niederungen des mythologischen denkens zurücktrat. die ausgangsvorstellung hat es mit δαίς, δαίομαι, δεῖπνον, daps (Falk-Torp 1240, 1563), 'mahl, opfermahl' gemein. die überragende wichtigkeit und häufigkeit der thieropfer (J. Grimm myth. 1, 40 ff.) muszte auf die hauptbedeutung 'opferthier, vieh' (daher afranz. toivre, atoivre entlehnt) führen, neben der freilich auch die andern bedeutungen der geeigneten opfergabe von früchten, getreide u. dgl., sowie die an. bed. esca feraram, 'a bloody prey' (Cleasby-Vigfusson) fortbestehen. durch das präfix un wird nun das zum opfer nichtgeeignete bezeichnet, das unreine, verdorbene, aasige fleisch, unkraut, unbrauchbare früchte, unrath sowohl wie das zu opferzwecken nicht geeignete gethier. die annahme (Höfler 922ᵇ), dasz im heutigen ziefer der gemeingerm. begriff des opferbaren thieres unmittelbar rein erhalten wäre, wird durch das geringe alter des wortes und durch die möglichkeit, dasz es ungeziefer, unziefer zur voraussetzung haben kann, zweifelhaft gemacht. auch hier scheint der verneinte begriff, durch un neu gewendet, verallgemeinert und seiner eigentlichen beziehung auf das opferwesen bald entkleidet, von gröszerer widerstandsfähigkeit als das grundwort gewesen zu sein, während zebar als bezeichnung des opferthiers mit dem opfer zu grunde gehen konnte; es ist bezeichnend, dasz neben ungesüber, -süfer (s. u.) u. s. f. kein gesüber, -süfer u. s. f. steht. auszer un IV A kommt für die bed. des schädlichen, widerwärtigen, unheimlichen, verderblichen auch un IV B, für die mit geziefer 2 a γ, δ fast zusammenfallende bed. un IV C in betracht; steigerndes un IV D (Adelung; u. = urgeziefer Reinwald 1, 50, vgl. th. 4, 1, 4, 7046) steht mit der herkunft in widerspruch. geziefer, ohne (dem präfix in der wirkung gleichkommenden) zusatz, wird erst im 17. jh. versucht (Schmeller 2, 1087 aus cgm. 1219 des 17. jhs., catalogus 5, 185); der von Rochholz (vgl. s. VI seiner liederchronik) sprachlich erneuerte text des 1443 entstandenen volksliedes (Tobler 2, 28, 19, 5: das unfich; Staub-Tobler 1, 648) ist als zeugnis für das 15. jh. nicht brauchbar (s. geziefer sp. 7046). dem sprachgefühl ist das bewusztsein des wortgeschichtlichen zusammenhanges begreiflicherweise früh abhanden gekommen, subjective etymologie löst die objective ab: schon im 15. jh. wird u. an sauber angelehnt (ungesüber, -süfer, -seuber Staub-Tobler 7, 86 f., ungesuber Oheim Reichen. chr. 8, 26 Barack, Keisersberg brosaml. 2, 80ᵇ, ungesüfer V. Boltz Pauli bekehrung B 6, ungeseuber G. C. Rieger schatzkammer 416, des ungesaubers Sastrow 1, 305, A. Henripetri generalhistorie 289, ungeseufer Sonnentaler bei Frisch 2, 473ᵇ, Eberlin v. Günzburg 1, 115 ndr., Boner Plut. 21, Eppendorff Plin. 47), mit käfer zusammengeworfen (brem. wb. 5, 310, Adelung, Höfler, geziefer sp. 7046), mit ziffer numerus (Schottel, Wachter), mit sippe (D. v. Stade), mit tewe (wb. der Eupener spr. 201ᵃ), mit ziehen (Frisch), mit ziefen ('zeugen' Reinwald 1, 50, 'im wachsthum zurückbleiben' Schmeller 2, 1087, Weigand, geziefer sp. 7045; die ebda vertretene ableitung, zu dem begriff eines 'kleinen im wachsthum zurückgebliebenen lebewesens' führend, erfaszt nur eine jüngste, engste bed. von geziefer und läszt die wortgeschichte von ungeziefer unerklärt) oder mit zauber (Diefenbach vgl. wb. 1, 11) verbunden.
2)
ebensowenig wie altgermanisch ist u. nd.; es fehlt mnd., mnl., nl., engl. wie in den nord. sprachen. freilich dringt es in nd. oder dem nd. benachbarte gebiete ein (ongesiefert of ongetsiefert, Limb., Schuermans vlaamsch id. 425ᵇ, ongetsiefer bijvoegsel 216ᵃ, vgl. ongedierte, ongewormte; ungezifer Fr. Reuter bei Müller lex. 174ᵇ; augezifer Eupen 10ᵃ; bei Schmidt-Petersen 149ᵇ ist fries. ungisifer angesetzt), ist dort aber wenig heimisch (in Corners gesangb. reimen ungeziefer: ungewitter Kehrein kirchenl. 529, 12; 538, 30). natürlich ist fast überall für die begriffs- und bedeutungsgeschichte lehrreicher ersatz vorhanden, z. b. nord. utyske, utøi, nl. ongedierte, vläm. ongroei, mnd. untûch, nd. untüg, nhd. gezeug, unzeug, fries. undeksen, lippisch ungefeim (Frommann mundarten 6, 490), unbrut, unfasel, unfisel, unfrut, ungefisel, ungeschmeisz, ungethier, ungethierze, ungewürm, ungezücht, unvieh, biene u. s. f. das hauptverbreitungsgebiet ist obd. und md.; Ulrich v. Zatzikhofen, der verf. des j. Titurel, Joh. v. Würzburg, Schiltberger, Rosenplüt, Meisterlin und die sog. Nürnberger priamelhs. sind zeugen fürs 12. bis 15. jh.; fürs schweiz. s. Staub-Tobler (uzieffer Gotthelf); els. 2, 893; Schmeller 2, 1087 (ziefer Brenner-Hartmann Bayerns ma. 2, 450; Lexer kärnt. 265; zs. f. d. phil. 26, 1 und die glossare der österr. weist.); Gebhardt Nürnberg 252; Reinwald 1, 49; 1, 52; obers. 2, 599ᵃ; 1, 419ᵃ; Crecelius 845; Lenz vgl. wb. 73ᵇ; lux. 316ᵃ.
3)
bei der übersicht über die bedeutungsgeschichtlich eine einheit bildenden formen sind zunächst die ohne das präfix ge- gebildeten vorangestellt: untziber Rosenplüt zs. f. d. alterth. 32, 437, 28; unzibel F. Faber pilgerb. 764; Ehinger (1529) bei Klüpfel urk. z. g. d. schwäb. bundes 2, 344; A. Blaurer an Bullinger briefw. 2, 495; Fronsperger kriegsordnung 99ᵇ (1564; in derselben stelle des kriegsbuchs 1578 1, 134ᵃ ungezibers); urk. 1602 schr. d. vereins f. gesch. d. Bodensees 28, 94; unzúbel Württemb. geschichtsquellen 16, 233; unziver Luther 32, 484, 17 W.; Schönsleder lii 5ᵃ; unzifer (unziffer; vgl. Paul d. gramm. 1, 283) Schiltberger 60, 30; Rosenplüt beicht 10; priamelhs. 13, 118, 13; heil. leben wintert. 47ᵃ; Meisterlin städtechr. 3, 151, 159; A. v. Eybe sp. d. sitten (1511) a a 6ᵇ; kuchenmaistrey (1497) E 4ᵇ; Luther vorr. über Daniel 7, 382 B.; 2 Mos. 8, 21 u. o.; ebenso u. v. a. Parac., Sachs, Seb. Franck, Mathesius, Fischart, Fronsperger, J. Ayrer, die österr. weist., Aeg. Albertinus, Petri, Moscherosch, Dannhawer, Abr. a St. Clara, Hohberg; von lexicographen Alberus, Frischlin, Megiser (onziffer), Henisch, Dentzler, Aler (vgl. Fischer schwäb. wb. 3, 644); nicht beweisend für die nhd. dehnung des stammvocals (Wilmanns gr. 1, 322; facultative länge im mhd., wie sie Falk-Torp ansetzen, unbelegt) unzyfer Luther 25, 601 W.; Sachs 1, 381, 29 K.; Weckherlin 2, 160, 141 (unzúffer G. Blarer 1, 491; unzuffer Meisterlin städtechr. 2, 151, 18 var.); doch unzeiffer Luther 26, 532 W. und das sehr oft bei ein und demselben schriftsteller mit unzifer (unziffer) wechselnde unziefer (unzieffer): Luther 4, 382ᵇ Jen.; Bindseil 7, 484; Sachs 17, 125, 6 G.; Kirchhof wend. 2, 166; Huberinus form zu predigen 49ᵃ; Schmidel reise 30, 19. Fischart bei Böhme in Pfeiffers Germ. 28, 406; Tabernämontanus kräuterb. 1221; später u. a. Guarinonius, Petri, Meyfart, Grimmelshausen, Harsdörffer, Dannhawer, Buchholtz, Aitinger, Happel, Abr. a. St. Clara (ohnziffer neben unziefer a. weiszheit lustg. 357, 579; unziefer Treuer Däd. 1, 777); Orsaeus, Schottel, Rädlein, Ludwig 1716; von Adelung und Campe als obd. verworfen; 'unziefer, besser ungeziefer' Braun (1793) 274ᵃ; Hügel Wiener. dial. 177; Unger-Khull 611ᵇ; Gebhardt Nürnberg 252. neben diesen formen gehen solche mit collectivem präfix ge (oft nebeneinander gestellt, z. b. A. v. Eyb sp. d. sitten a a 6ᵇ untzifer, in der gleichlautenden stelle d. schriften 2, 139, 9 ungetzifer; Schottel, Kramer, Rädlein; utsiver neben getsiver Gebhard Nürnberg 252): mhd. ungezibere j. Titurel 5198; ungeziber B. Waldis Esopus 1, 359 K.; Fronsperger kriegsbuch 1, 134ᵃ; mhd. ungezibel Ulrich v. Zatzikhofen Lanz. 5043; Joh. v. Würzburg W. v. Österreich 1066; ungezifer, ungeziffer: A. v. Eyb d. schr. 2, 139, 9; Wilw. v. Schaumburg 170; Paracelsus 1, 309 A; B. Waldis Es. 2, 31 K.; Münster cosm. 245; W. H. Ryff confectb. e 2ᵃ; sp. d. gesundheit 97ᵃ; Eppendorff, Mich. Herr, M. Lindener, Christ. Masz, Nas, G. Rivius, Sebiz, Tabernämontanus, Fischart, Eyering, Zinkgref, Grimmelshausen, Neumark, J. Prätorius, Hohberg, E. Ch. v. Orleans; J. J. Schwabe bel. 1, 311, im reim auf tiefer; Lindenborn Diog. 2, 24, 289; ungeziffer noch Stifter 5, 1, 356 (vgl. zifferfeinde und ungeziefer Brentano 5, 330). ungezüffer Hedio chr. germ. 254ᵃ; ungezyfer Weckherlin 1, 307. ungeziffer Frisius, Maaler, Hulsius-Ravellus; vgl. Lenz vgl. wb. 73ᵇ. unsre normalform ungeziefer (ungezieffer, zur dehnung s. oben unziefer; in mundarten findet sich gedehnter wie ungedehnter vocal z. b. obers. 2, 599ᵃ, Heilig Taubergrund 70) tritt im 16. jh. hervor (ungezieffer Parac. 2, 310 B, allerdings im druck Husers 1616; ungziefer Seb. Franck sprüchw. [1541] 1, 135ᵇ; Ryff thierb. B b 6ᵃ u. ö.; Höniger sarracen. gesch. [1580] 54; Hertzog schiltwache L iiij), wird im 17. jh. häufiger (Opitz, J. Böhme, Harsdörffer, S. v. Birken, Prätorius, Ziegler, Ch. Weise, Ad. Olearius, Arnold, Abraham a St. Clara; Zehner nomencl. 211; nomencl. in usum schol. Hamb. 1634, 161; Garth-König 371ᵃ; Wiederhold 389ᵇ; Schottel 650; Stieler 1951), erscheint im 18. jh. noch oft in der schreibung ungezieffer (J. G. Schmidt rockenphil. 1, 74; Hohberg georg. 3, 6ᵇ; Brockes vergn. 4, 204; Frisch nouv. dict. 625, doch 1741 ungeziefer) und verdrängt in der zuletzt genannten schreibung schriftsprachlich alle andern formen.
II.
bedeutung und gebrauch. die unter I 1 entwickelte grundvorstellung erhält in der anwendung verschiedene färbungen.
1)
von sachen durchweg collectiv gebraucht, bezeichnet es unreines und verunreinigendes, ekelhaftes, widriges, schädliches, verderbliches: zum funfunddreissigsten soll man ... kain unzifer an die gassen werfen (1533) niederösterr. weist. 2, 233, 21; 222, 3; 525, 28 (auch abraum, unrat aller art); so sie dann kommen bisz auff den bronnen, so mag man schelmen oder ander unzibel hinein werffen, ihnen das wasser also verunreinigen L. Fronsperger kriegsordnung (1564) 99ᵇ (schelten oder andersz ungezibers kriegsbuch 1578, 1, 134ᵃ); Staub-Tobler 7, 87, 2; Wedel hausbuch 100; unholz, unkraut: uff und nach söllichem hat der ... ackerman ... angefangen ... die unnutzen schosz, dorn, tistel und alles ungebuwen gestüd und heger uszgerütten, hat nit nachgelassen, bis alles ungesuber und unholtz usgerüt Oheim Reichen. chr. 8, 27 Barack; vgl. unsauberes, ↗das unsüfere der wiesen Staub-Tobler 7, 76 und ungeseuber Frisius 1217ᵃ; ich hab die knecht zwaimal gehaissen, sy solln die dörner und das ungetzifer ausz dem acker tragen A. v. Eyb d. schr. 2, 139, 10; der fuchs nennt so die unerreichbaren birnen:
fürwar, ich ir nit wil;
sein noch nit reiff, ja hart und sawr,
es fresz kein hungeriger bawr.
ich kenn gar wol das ungeziber:
ders iszt, der kriegt fürwar das fieber
B. Waldis Esopus 1, 359 K. 3, 73, 29;
unflat, kot, unrat: Frisius 1199ᵇ, vgl. die österr. weist.; syn. geschmeisz 1, 2 th. 4, 1, 1, 3942; je weniger hat es (das metall) dessen (des quecksilbers) khots, unziefers und art bey Guarinonius 40; vom quecksilber dieses unziefer und gifft ebda; übertragen: irrdischer wuͦst und ungeseuber Frisius 1306ᵇ; Staub-Tobler 7, 87; diesem ungeziefer und sawrteig der muamedanischen lehrer Höniger sarrac. gesch. 54 (vgl. geschmeisz 2 c);
mensch, solltestu in dir dasz ungeziefer schauen,
es würde dir für dir als für dem teufel grauen
A. Silesius wandersmann 34 ndr.;
beliebt bei Luther, syn. mit dreck, plunder, wust, krimskrams, unfug, unsinn, gräuel u. dgl. (vgl. geschmeisz 5): für groszem unzifer menschlicher aufsetze 8, 88ᵃ Jen.; 6, 103ᵇ und 6, 512ᵇ unter geschmeisz 3, 5; 4, 382ᵇ; 6, 96ᵃ Jen.; denn in den selben (stiften und klöstern) regiert er und treibt sein gauckelspiel mit seinem weywasser, messe, vigilien, ablas, fegfewr und des unzelichen unzifers viel vorr. über Daniel 7, 382 Bindseil; 26, 601 W.; unzibel der messe Ehinger bei Klüpfel urk. z. g. d. schwäb. bundes 2, 344. in n. spr. veraltet, nur noch bildlich (von intriguen Chr. Gryphius poet. wäld. 2, 406; von druckfehlern Heinse 9, 324; Holtei erz. schr. 39, 154) und durch bed. 3 b hindurchgegangen: Voss antisymb. 2, 269;
lauset euch an Christi brust
von der sünde ungeziefer!
Heine 1, 470.
2)
von unheimlichem und geisterhaftem, wobei neben dem von der kirche für dämonisch erklärten opferwesen thierseelen- und tabuvorstellungen mitgewirkt haben können. vgl.ungeheuer, ↗ungethüm und den gs. der heimlichen, geheuren thiere, der hausthiere und ziefer (J. Grimm myth. 1, 46). so von gespenstern und geistern Staub-Tobler 7, 87, 1 b; fliegendes und kriechendes u. und gewürm war ein gegenstand der scheu und wurde mit bösen geistern in zusammenhang gebracht, s. th. 5, 19; geschmeisz 4 sp. 3943; dazu 3 Mos. 11, 41 f., apostelg. 10, 12; Göthe Faust 4305; ungeziefer im volksaberglauben Wuttke (1860) 171, Meyer abergl. des mittelalters (1884) 82 (ungeziffer weg bannen Prätorius katzenveit H 8ᵇ; beschwören Scheffel 2, 77; machen Prätorius Blockesberges verr. 151; erzeugen Laistner nebelsagen 329); auch unsauber spielt wieder hinein (Staub-Tobler 7, 78 d β 'nicht geheuer'; unsaubere geister Luther, Prätorius, Göthe); unverstandenes wie ziebchen (Hertel Thür. 264) kann auch hier anknüpfung finden. so vom teufel und von teuflischem:
du heylest sy (deine seele) dann mit rew und mit peicht,
vor dem alles hellisch untziber hin weicht,
Hans Rosenplüt spruch v. d. welt 28;
das pös untzifer (dy hellischen zwerg) beicht 10; ein wohnung aller hellischen drachen, würme und ungeziffer Faust volksb. 36 ndr.; vom teufel J. G. Schmidt bei Müller-Fraureuth obers. wb. 1, 419ᵃ; ihr höllisches u., nur immer heraus vor meine christliche klinge! Eichendorff 3, 256 (vgl. höllisches ziefer Schönherr, sauberes ziefer v. einer trute J. J. Schwabe tintenf. B 7ᵇ). von wölfen: dan das gebirgte gebe des ungesaubers viele Sastrow 1, 305; 'ältere abergläubische bez. für den wolf' Unger-Khull 611ᵇ; die schäfer dürfen in denen zwölf christ-nächten den wolf nicht nennen ... daher geben sie ihm solcher zeit allerhand namen als u., feind, rähes u. dgl. rockenphil. 1, 224; J. Grimm Reinh. Fuchs liv a. 2; myth. 1, 46; zs. f. d. wortf. 10, 170; vgl. unten 4; wegen des ungeziefers der wölf schulakten 1656 Württemb. vierteljahrshefte n. f. 11, 154. von drachen Sachs 12, 152, 6 K.; Zimm. chr. 4, 211; J. Neuhof gesantschaft (1666) 189ᵇ; Nicolai reise 2, 629; von ungeheuern, monstrositäten: den jungen affen Waldis 2, 31 K.; Reinke 6025 ff. (schlangen und affen vor allen andern thieren dem teufel unterworfen Luther s. th. 9, 441, 445); des meeres Fischart gorg. Med. kopf 418, 8 H.; ob ein basilisk oder sonsten ein monstroses gifftiges wunderthier oder ungezifer aus demselben (hahnenei) hervorgebracht werden könne E. Gockelini der eierlegende hahn (1697) 34; auch im Lanzelot 5043, bei J. v. Würzburg 1066 und im j. Titurel 5198 ist von ungeheuern, nicht etwa von insecten die rede. feindselige ungeheuer, übertragen, im geistlichen sinne: weil .. er (der christ) darin (in der welt) lebt als unter schlangen und allerley unziver Luther 32, 484, 18 W.; J. Böhme 2, 656; gewissenh. priester 12; Arnold ketzerhist. 212ᵇ; im allegorischen bilde Huberinus form zu predigen 49ᵃ; ra.: etwas als ein unzieffer meiden und fliehen J. Moysz (1581) vorr. vgl.geziefer 2 a γ und geziefer syn. mit unthier bei Freiligrath.
3)
von thieren im allgemeinen, die ursprünglich unter ähnlichen gesichtspunkten wie die bei 1 und 2 beobachteten betrachtet wurden, wobei entstehung aus aas, unrat u. s. w. oder aus abergläubisch aufgefaszter handlung (Prätorius glückstopf 380) eine rolle spielte, bes. verderblichen, schädlichen, ekelhaften, widrigen, plagenden, lästigen, schmarotzerhaft - überflüssigen, verächtlichen u. dgl. meist collectiv (heil. leb. wintert. 1471, 47ᵃ; Brockes ird. vergn. 4, 204; Fischarts sprache ein urwald ... voll sonderbaren ungeziefers und gewürms Gervinus g. d. dicht. 3, 164; groszes u. musz dasein, um das kleine zu vertilgen Gutzkow ritter v. geiste 4, 215), doch auch individuell, bes. in älterer zeit (wiewol das geringste u. gottes allmacht zu preisen .. genug wäre Lohenstein Arm. 2, 216ᵃ; ein u., das mir grosze freude gemacht hat, die ... cicada graeca Göthe IV 34, 46, 8 W.) und mit plur. (vorausz wachsen die unziffer Parac. 1, 137 B.; Herr feldb. 48ᵃ; die katzen und andere u. viehbüchlein 1667, 119; H. Braun orthogr. gramm. wb. 271ᵃ). das derbere (Weigand syn. 3, 871) geschmeisz (s. d. sp. 3942, 4) hat auch diese bed. entwickelt; mit dem begriffsverwandten gewürm, das vielfach als engerer begriff (s.gewürm sp. 6821), sonst nahezu synonym (vgl.böses gewürm Herder, gewürm sp. 6823, unreinen würmen 6824) mit u. verbunden wird (sp. 6821 ff. 6824 f.), theilt es die bei dieser gruppe collectiver begriffe wie gewürm, gethier, nl. ongedierte hervortretende neigung, in der jüngsten bedeutungsentwicklung die richtung auf kleine und kleinste lebewesen, das kriechende und fliegende kleine unzeug zu nehmen (gewürm sp. 6824, 6826; die collectivbildung kann nicht nur steigernd, sondern auch mindernd wirken, indem sie das einzelne in der masse verschwinden läszt), womit denn der untergang der sacralmythologischen grundvorstellung besiegelt ist. uns unbewuszt lebt sie in der durch un improbativum (s.un IV B) ausgedrückten, für unsern begriff ganz wesentlichen, bedeutung fort, die meist (nicht bei Ryff thierb. 1545 B b 6ᵃ: das gewürm und ungezieffer, schedliche und unschedliche, welche man insecta nennen mag) kräftig unterstrichen (z. b. das allerschedlichst unzieffer Sachs 17, 125, 26 G.; disc. d. mahlern 4, 113; M. Mendelssohn 3, 414; das, bezüglich auf schädlichkeit, sogenannte u. Göthe IV 40, 169 W.; Naumann vögel 1, 339; böses Neumark fortg. lustw. 1, 3; giftig Ryff y 6ᵃ; Opitz poem. 36 ndr.; Klinger 8, 65; 'schädliche thiere kleinerer art, bes. insecten und gewürm ..., vornehmlich solche, welche durch beiszen und nagen beschwerlich fallen' Adelung; von schlangen: das häszliche u. Göthe IV 1, 6 W.; bei den insekten will ich nur anmerken, dasz du sie nicht mit dem schändlichen namen u. nennest Hegel 11, 1, 4; er meinte, die Franzosen seien blosz räuber und mörder, man müsse sie ausrotten wie ungeziffer Stifter 5, 1, 356; vgl.gewürm sp. 6823; abscheulichen ungeziefers S. Brunner erz. 1, 31; H. v. Barth kalkalpen 484) oder zur vorstellung des schmarotzerhaft - überflüssigen, verächtlichen abgeflacht erscheint (z. b. das u. des ungeziefers Schopenhauer 2, 207; Staub-Tobler 7, 86; Adelung) und sich zu scherzhafter verwendung eignet (sie hatten ja einen ganzen haufen von solchem u. bei sich, von lästigen papageien und kakadus Holtei erz. schr. 10, 187; entfernen sie dies vierbeinige u. einen hund 1, 49). gth. schönes geziefer s. geziefer sp. 7047.
a)
im weiteren sinne umfaszt u. einen groszen kreis von thieren (aufzählungen Krünitz 196, 345 ff.), meist solche, die ersichtlich der bed. 2 entkleidet sind: pysz die störch hinein chomen und vertreyben die schlangen und die nottern, wann das unzifer wanung hat unter den paumen und darauff Schiltberger 60, 30;
musten im viel unziffers fangen,
als eidechsen, krotten und schlangen
Sachs 8, 465, 18 K.;
ungziefer des wassers Franck sprüchw. (1541) 1, 135ᵇ; Grimm kinder- und hausmärchen 2, 113; kriechendes ungezifer der erden Christ. Masz practica (1566) A 4ᵇ; Kramer (1702) 2, 1449ᵇ; 3 Mos. 11, 42, 29; vgl. fliegendes u., gewürm (s. d. sp. 6823) der erde, fliegendes und kriechendes gewürm (ebda sp. 6825); vor katzen, ratzen, iltnisz, eidern, mäusen, eulen, habichten und anderm u. und schädlichen raubvögeln viehbüchl. 118; ratten, mäuse oder sonstiges u. Manes versicherungslex. 283. sonst, bes. in ä. spr., von einem krebs Lindener katzipori 115 ndr.; hirschen acta germ. 1, 3, 39 (scheltend); dem u. der crocodile Ziegler ban. 686; dieses königliche unziefer der seidenwurm Harsdörffer trichter 3, 422; der henker hohle die verfluchten unholden, die so unbarmherzig sein konnten, ein so hübsches kleines gesichtchen in ein u. (schmetterling) zu verwandeln! Wieland 11, 89; Ebner-Eschenbach 4, 160. ähnlich gewürm vom kohlweiszling s.gewürm sp. 6826; unser pfarrer friszt das u., eine schnecke Göthe 37, 113, 7 W. u. in der wappenkunst Zedler 49, 1516.
b)
im engeren sinne insecten (vgl. Ryff oben):
in altem gmîr dô ruͦtend wir:
vol was die stat unzibels,
der ruͦw was nit vast vil
F. Faber pilgerbüchlein 764;
Luther wählt es 2 Mos. 8, 21; arof hebraice, unziuer tischreden 2, 103 W.; vgl. zu 2 Mos. 8, 21 (s. geschmeisz 4, Bindseil 7, 484); insecta ungezifer Chytraeus 377; unzifer noxium volatile Alberus Tt jᵇ; fliegend ungezifer Frischlin (1591) 117; nomencl. (1634) 161; Kramer (1702) 2, 1441ᵇ; u., gewürme: insecta gehören unter die anzahl der thiere und sind knochen- auch blutlose kleine auch vollkommene thierlein, welche eine pergamentähnliche haut und merklich eingekerbten leib haben. sie bestehen in allerley mücken, fliegen, käfern, sommervögeln, spinnen, maden, erdflöhen, baum und andern läusen, baum-wantzen, ameisen, raupen, regenwürmern, schnecken, heuschrecken und anderm fliegenden, kriechenden und gehenden gewürme, so menschen und vieh, gewächsen sowol als anderen dingen beschwerlich sind allg. haush. lex. (1749 ff.) 3, 607; u. nistet sich ein Lichtenberg br. 1, 251; überhäuft sich Mayfart Sodoma 1, 330; nimmt überhand Laube 8, 336; u. ausbrüten Fouqué gefühle 1, 44, haben, bekommen, kriegen, abschütteln (sich des ungezüffers erschütten Hedio chron. g. 254ᵃ); fangen, von u. bekrochen werden G. Keller 6, 346, an u. leiden Immermann 3, 58; reinigen von u., lebendig voll u. sitzen (stecken Happel ak. rom. 634), von u. starren Laukhard leben 3, 240 u. s. w. ra.: dos u. friszt unsereenen bale ganz uf Polenz Grab. 1, 63; dasz ihr der scharfrichter das u. von ihrem runtzlichen fell abfegte vern. tadl. 1, 230; Staub-Tobler 1, 1183; damit (dasz man eine arme nimmt, damit sie einen desto besser versorge) setzet man sich oft u. in peltz G. Cober cabinetprediger 1, 113; vgl. th. 6, 352; 7, 1534; das haus anzünden, um das u. daraus zu vertreiben Moltke 2, 120. Campes, unter geziefer sp. 7046 c erwähnter versuch, für das einzelne insect ziefer (s. d.) anzusetzen, war erfolglos.
c)
als krankheitserscheinung oder krankheit, fäulnis u. dgl. verursachend (ziefer kolik bei thieren s. schwäb. wb., giftig ziefer qualster Höfler 852ᵇ und das syn. wurm ebda 820ᵇ ff., geschmeisz 2 b): das weret den würmen und dem untzifer und dem faulen fleisch kuchenmaystrey (1497) E 4ᵇ; all ungezifer des leibs Ryff hauszapoteck (1548) e 2ᵃ; das vertreibt die würm und alles unzifer, das in einem menschen wachsen mag Gäbelkover 2, 140; südwinde ... mehren die feuchtigkeit, gebähren flüsse, husten, schnuppen, ungezieffer und würmer Hohberg georg. 3, 6ᵇ; sie leiden an u. — ach, wenn ich nur einmal die würmer ganz los wäre G. Büchner nachgel. schr. 135. bildlich: wenn der herr Christus ein solchs unzifer im bauche hette, so muͦst er ein starcke purgation einnemen Rauscher 100 pap. lügen (1562) O 1ᵃ; vom himmel gefallenes u., pestilenz verursachend Nigrinus papist. inquis. 522. bauchweh beim vieh s. schwäb. wb., pferdekrankheit, ebda. das Pandorisch ungezifer krankheiten aus der hexenbüchse der Pandora Fischart ehzb. 54, 30 H. verunreinigendes D. F. Strausz 5, 289.
d)
in manchen verbindungen verallgemeinert und verflacht sich die bed. erheblich; z. b. geziefer und u. Wieland 14, 128 unter geziefer sp. 7047, 2 a δ, wozu un sp. 26, 3 die erklärung gibt; ähnlich thieren und geziefern Merck geziefer sp. 7046 d; vermaledeyt under allem unzifer und viech der erden B. v. Chiemsee 138; Frisius 964ᵇ; zur abgrenzung s.gewürm sp. 6820; thieren und ungeziefern N. D. Giseke 37.
4)
auf menschen übertragen; vgl.ziefer, ↗geschmeisz 6, mnd. untûch; nl. ontuig (wb. 10, 2001, 4); dän. utøi; unzeug, gezücht 2 c, ungezücht, gelichter, gesindel, brut, gewürm sp. 6827 ff. u. dgl. Sanders syn. (1882) 440; umgekehrt führte mhd. undiet zu uted, utede, uteder 'ratten und mäuse' der nord. sprachen (Falk-Torp 1323) und mnl. ongediede zur bed. ferae. zum bilde Görres br. 3, 115; wortspiel G. Blarer br. u. akten 1, 490. collectiv:
darumb was unziffer tüt verzern,
do man arm leüt mit solt nern
sog. Wolfenbüttler priamelhs. 13, 118, 13;
gemeint sind ungeladene gäste, mit hunden, katzen, fliegen, flöhen, läusen zu vergleichen; ähnlich gewürm (s. d. sp. 6826) von schmarotzern; vgl. unten; von juden Meisterlin städtechr. 3, 159; N. besach die veint auch und als die ordnung gemacht, kam er wider, sagt 'des ungeziffers ist vile' Wilw. v. Schaumburg 170; Luther 26, 531, 532 W. von seinen gegnern; dazu th. 4, 1, 2, 2827, gejäde 3 a; geschmeis und unzifer des papstthums s.geschmeisz 6; von Romulus u. Remus Sachs 20, 151, 25; 162, 11 G.; 4, 15, 26 K.; unwürdigen senatsmitgliedern Münster cosm. 245; hofgesinde Franck Germ. chron. 43ᵇ; Stilling 4, 544; straszenräubern Micrälius 4, 494; pfaffen E. Ch. v. Orleans 5, 279; jungen gelehrten Lessing 1, 322; 5, 270; dirnen Bode Thom. Jonas 2, 354 u. s. w.; hier ist u. im hause, schmarotzer, theater der Deutschen 7, 304; die besitzlosen arbeiter ... galten für eine art u. Varnhagen v. Ense tageb. 4, 201; mit näheren bestimmungen: das geschmeisz und ungeseufer der pfaffen, münch und nunnen Eberlin v. Günzburg 1, 115 ndr.; Luther 6, 103ᵇ unter geschmeisz 6; Rückert 10, 187; das unzúbel der reiter Württemb. geschichtsquellen 16, 233; si ... habend ain grosz unzibel von huͦren und trossbuͦben Ambrosius Blaurer an H. Bullinger (1546) briefw. 2, 295; das u. der schmeichler litbriefe (1761) 11, 10. u. eines staates Dusch verm. schr. 195, das u. einer ruhigen welt und eines langen friedens A. W. Schlegel Shak. 6, 139. das gelehrte u. Liscow vorr. 53; das poetische u. Gottsched d. neueste 2, 311; diesem literarischen u. (kritiker) Börne 1, 172; das u. in schönen kleidern Chr. Weise zs. f. d. wortf. 2, 34. s. auch bubengeziefer, zifer niederträchtige bande els. 2, 893, geziefer als schimpfwort. individuell: sie ist ein rechtes u. Kramer (1702) 2, 1449ᵇ; ich glaube, das weibliche u. will uns höhnen? neue schausp. (1771 ff.) 10, 1, 35; vgl. frauengeziefer, geziefer sp. 7048 und ziefer, das aber auch ein kühnes, listiges mädchen ( v. Klein 2, 246), eine muntere dirne (Schmid schwäb. wb. 548) bezeichnen kann; von Esopus Sachs 20, 129, 5 G.; an meine blume soll mir das u. (der hofmarschall ist gemeint) nicht kriechen Schiller 3, 453 (kabale u. liebe 4, 3); der schäfer redet seinen pfarrer, der Wolfgang oder Wolf hiesz, in den zwölfnächten 'herr Ungeziefer' an rockenphil. 1, 225; vgl. oben 2. weg! mit den ungeziefern! Lohenstein Arm. 2, 690ᵇ. unziefer, u. auch ein schimpfwort für ausgelassene kinder Hügel Wiener dial. 177; ebenso ziefer (Rosegger); wenn im das maul auffgieng, schalt er mich 'du jüdisch unzifer, du christlich unzifer' J. Wild neue reisbeschr. (1613) 62; juckt dir das räudige herz noch? ... ha u., das sich im schimmer brüht! maler Müller 2, 206; Pansner 73ᵇ.
5)
zusammensetzungen: einerseits kopfu. Höfler 852ᵇ; haus-, hofu. Sanders erg. wb. 672ᶜ u. dgl. (durch etwas kürzere form empfahlen sich eher adelsgeziefer, sorgengeziefer u. s. f.), anderseits
ungezieferart
(consuetudo) Zinzendorf über das richteramt (1744) 20,
ungezieferartige
fruchtbarkeit G. Th. Fechner kl. schr. 56,
ungezieferbrut
v. Rahden wanderungen 2, 373, zustände, die giftig und u.
ungezieferhaft
sind Walden aus d. junkerwelt 1, 351,
ungezieferhaut
Kramer-Moerbeek 367ᵃ,
ungezieferhecke
B. Goltz kleinstädter in Ägypten 467,
ungezieferjagd
Lichtenberg erklärung der Hog. kupferstiche 2, 261,
ungezieferjahr
Rosegger 6, 245,
ungeziefermäszig
Simpl. 84 Kögel,
ungeziefernest
Rückert 6, 354,
ungezieferplage
2, 486,
ungezieferreich
J. Paul 31, 23,
ungezieferschaden
Bernhardt waldeigentum 3, 316,
ungezieferschwarm
D. Fr. Strausz 7, 515 u. a. m.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1918), Bd. XI,III (1936), Sp. 943, Z. 22.

unzibel

unzibel,
s. ungeziefer. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1933), Bd. XI,III (1936), Sp. 2297, Z. 40.

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unwürdigen urgewalt
Zitationshilfe
„unziefer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/unziefer>, abgerufen am 27.11.2020.

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