Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

urgermanisch, adj. adv.

urgermanisch, adj. adv.,
germanisch mit ur- C 4 c. a) echt, ursprünglich germanisch im weitern sinne: das schwert hatte nach urgermanischer sitte keiner beim mahle von der hüfte gelassen Fouqué alts. bildersaal (1818 ff.) 4, 156; gefühle 1, 224; die nachkommen der alten Sachsen, die Niedersachsen, haben heute noch urgermanische eigenschaften Laube 1, 158; so u. sah er (ein norddeutscher schreiner) aus G. Keller 2, 79. oft blitzte mir ... aus ihm etwas urgermanisches, altsassisches entgegen Immermann 19, 33 B.; Fontane I 1, 180. b) im engern sinne der ethnologie und sprachwissenschaft; nl. oorgermaansch aus d. deutschen. vgl. Urgermane: vier urgermanische stämme Scherer kl. schr. 1, 141, poesie literaturgesch. 12, volk Döllinger ak. vorträge 2, 122, landwirtschaftsgerät Wimmer gesch. d. d. bodens 64, lautlehre (Noreen), grammatik (Streitberg) u. s. f.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1935), Bd. XI,III (1936), Sp. 2420, Z. 73.

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unwürdigen urgewalt
Zitationshilfe
„urgermanisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/urgermanisch>, abgerufen am 26.11.2020.

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