Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

urgewalt, f.

urgewalt, f.,
gewalt mit ur- C 4 a und c. das adj. urgewaltig erscheint etwas früher. beide gehören erst dem 19. jh. an: eine massenthürmende u. Vischer ästhetik 1, 228, schöpferische, zermalmende, entfesselte, volle u. dgl. u. Vischer altes u. neues 3, 9; Stifter 2, 27; Rosegger II 15, 205; Spengler untergang d. abendlandes 2, 463; der harmonien u. Kopisch 2, 83; die u. einer wilden natur hwb. d. staatswiss. 4², 829; die volkskraft wirkt unablässig mit dem dunkeln zwange einer u. G. Freytag 17, 24; mit u. erfaszte das heimweh mich Rosegger III 5, 220;
o hadre nimmer mit den urgewalten,
die, ruhig thronend über allen zeiten,
in festen händen jeglich schicksal halten!
Hebbel I 6, 295 W
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1935), Bd. XI,III (1936), Sp. 2424, Z. 56.

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Zitationshilfe
„urgewalt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/urgewalt>, abgerufen am 29.11.2020.

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