Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

vaterchen, väterchen, n.

vaterchen, väterchen, n.,
deminutiv zu vater; heute ist die umgelautete form in der schrift die übliche, früher auch die nicht umgelautete; letztere in den mundarten, z. b. in westmd. einzig vorkömmlich, vgl.mütterchen theil 6, 2815: 'liebes väterchen', erwiederte das mädchen, ihm vertraulich die braunen wangen streichelnd. Tieck 19, 173; und du, väterchen, gesteh es nur ein, dasz du selber sagtest. Gutzkow ritter 7, 91;
nun, väterchen, wie stehts. es war kein scherz.
Göthe 41, 106;
ohne umlaut: ach, vaterchen, wenn meine freier nur nicht alle schielten. Kotzebue theater (1840) 10, 218; von thieren:
sonst kommt des katers väterchen
und thut euch wie dem käterchen.
Campe;
vertrauliche anrede an solche, die nicht leibliche väter sind (z. b. leibeigene zu dem herrn): Udaschkin. ich will jemand prügeln lassen, meine söhnchen! Gregor. soll geschehen, väterchen Feodor Iwanowitsch. Freytag dram. werke 1, 304.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1886), Bd. XII,I (1956), Sp. 23, Z. 64.

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Zitationshilfe
„väterchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/v%C3%A4terchen>, abgerufen am 17.06.2021.

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