Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

völkerstamm, m.

-stamm, m.,
bild für eine gruppe von volksgemeinschaften, die durch herkunft verbunden ist:
denn Deutschlands völkerstamm
war grosz von anbeginne
Rückert w. (1867ff.) 1, 44;
in dieser anwendung doch selten; vgl. völkerzweig. plur. für einzelne volksgemeinschaften, nicht verschieden von volksstämme: einsame völkerstämme, wie Ossians Galen Herder werke 16, 344 S.; so verschiedene völkerstämme (in Österreich-Ungarn) in frieden zusammen zu halten Göthe gespr. 4, 118 Biedermann. dann auch in diesem sinne im sing.: die Abessinier sind ein arabischer völkerstamm Herder w. 13, 39 S.: über die gränzen ..., die einen deutschen völkerstamm von dem andern trennten deutsch. museum hrsg. von Fr. Schlegel 1, 202;
ich bin die königin der Amazonen,
er nennt sich Mars-erzeugt, mein völkerstamm,
H. v. Kleist Penthesilia 15.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1932), Bd. XII,II (1951), Sp. 513, Z. 59.

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Zitationshilfe
„völkerstamm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/v%C3%B6lkerstamm>, abgerufen am 05.03.2021.

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