verborgen verb
Fundstelle: Lfg. 1 (1886), Bd. XII,I (1956), Sp. 149, Z. 63
ausleihen, im älteren oberdeutsch nicht nachgewiesen, zuerst bei Stieler 166; im nd. schon früher belegt Schiller-Lübben 5, 321. ver gibt dem einfachen zeitwort die bedeutung 'ausleihen', und während dasselbe 'auf borg geben und nehmen' bedeutet, kann verborgen nur im erstern sinne stehen; wie das einfache zeitwort, wird das zusammengesetzte nur von beweglichen gegenständen gebraucht, mutuare, credere: ich habe mein gelt verborget, pecunia mihi in nominibus est. Stieler 166; getreide verborgen. Adelung versuch 4, 1385; ich verborge nie geld. Kotzebue theater (1840) 3, 162. auf credit ausleihen: waaren verborgen. Adelung a. a. o.
verborgen
Fundstelle: Lfg. 1 (1886), Bd. XII,I (1956), Sp. 149, Z. 74
substantiver infinitiv des vorigen: zum verborgen habe ich kein geld, wenn ihr aber mit mir in gesellschaft kommen wollt, so werde ich bis Lyon für euch bezahlen. Göthe 34, 285.
Zitationshilfe
„verborgen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/verborgen>, abgerufen am 17.11.2019.

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