verfasser m
Fundstelle: Lfg. 2 (1888), Bd. XII,I (1956), Sp. 313, Z. 10
auctor, scriptor alicujus rei Stieler 437. Frisch 1, 250ᵃ. das wort scheint erst im 17. jahrh. geläufig geworden zu sein und schlieszt sich eng an die abstracte bedeutung des zeitwortes an (s. nr. 6 des vorigen): schon im jenner 1738 lag die handschrift davon zu Paris bei dem pater Brumoy, der als jesuit, und als verfasser des theatre des Grecs, am geschicktesten war, die besten vorurtheile dafür einzuflöszen. Lessing 7, 162; Brumoy zeigte sie (die handschrift) den freunden des verfassers. ebenda; was ich hier sage, vergiftet der verfasser der mémoires de la Cour d'Auguste folgendermasszen. Wieland 24, 345; darf ein verfasser selbst den gesichtspunkt angeben, aus dem er betrachtet sein will: so bin ich zufrieden, wenn ich .. Herder z. lit. u. kunst (1821) 2, 142; die betrachtungen über das fundament der kräfte etc. habe ich noch nicht recensirt gefunden. der verfasser derselben ... hat mich gebeten, sie um diese gunst zu ersuchen. Kant 10, 498; auch soll der philosophische verfasser, den man etwa bei der unterweisung zu grunde legt, nicht wie das urbild des urtheils ... angesehen werden. 1, 101; ein mann, der des orients breite, höhen und tiefen durchdrungen, findet, dasz kein deutscher schriftsteller sich den östlichen poeten und sonstigen verfassern mehr als Jean Paul Richter genähert habe. Göthe 6, 113; aus frühster und immer erneuter freundschaft für den edlen verfasser und durch diesen neusten .. anklang aufgerufen, eilte ich das werk zu studiren. 32, 9.
Zitationshilfe
„verfasser“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/verfasser>, abgerufen am 14.11.2019.

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