Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

vulgärsprache, f.

vulgärsprache, f.,
kompositum mit vulgär (1) als erstem glied, philologischer terminus, 'volkssprache, niedere umgangssprache' (im gegensatz zu hoch- und schriftsprache): Sweet mag mit seiner annahme recht haben, dasz 'die gewohnheit, ewig lächelnd oder grinsend zu reden' die ursache der vokalentrundung ... in der Londoner vulgärsprache ist Jespersen d. sprache (1925) 263; der vulgärsprache gehört auch 'sermonare' an, wofür die deponentialform 'sermonari' zu erwarten stand, die übrigens von Gellius gegenüber dem in der schriftsprache gebräuchlichen 'sermocinari' als 'bäurischer' ... bezeichnet wird Stolz-Debrunner gesch. d. lat. spr. (1922) 102; s. auch ebda 113. entsprechend vulgärlatein (ebda 99) und vulgärlateinisch (ebda 111).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1951), Bd. XII,II (1951), Sp. 2022, Z. 18.

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Zitationshilfe
„vulgärsprache“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/vulg%C3%A4rsprache>, abgerufen am 08.03.2021.

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