Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

wühlhuber, m.

wühlhuber, m.,
gleichbed. mit wühler, ursprünglich wohl benennung einer scherzhaften figur in den fliegenden blättern, s. R. F. Arnold in: zs. f. dt. wortf. 8, 25, um die mitte des jahrhunderts aufkommend: die persönliche herausforderung des klerikalen wühlhubers und volksverführers Kürnberger siegelringe (1874) 380. übertragen auf den maulwurf: (des schermausfängers) aufgabe ist es, den schermäusen, diesen 'wühlhubern' der wiesen, auf den leib zu rücken Hörmann Tiroler volksleben (1909) 433. — dazu wühlhuberei, f.: die demokratische schreierei und wühlhuberei wird bald wieder in voller blüte stehen Fr. Engels (1851) in: briefw. mit Marx 1 (1949) 269. allgemein: wegen seiner ewigen wühlhuberei verdiente er einen etwelchen nasenstüber G. Keller ges. w. (1889) 8, 259. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1958), Bd. XIV,II (1960), Sp. 1749, Z. 36.

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Zitationshilfe
„wühlhuber“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BChlhuber>, abgerufen am 14.08.2020.

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