Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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wimmen1, schw. v.

¹wimmen, schw. v.,
'sich schnell hin- und herbewegen', stammwort zu ¹wimmeln v.; ursprünglich mehr 'wallen, sprudeln', vgl. ahd. wimjan scatere, ebullire, horrere Graff 1, 852; wimidôn, wimidjan, scatere, wimi scatebras (sprudelnde quelle) ebd.; wemôn fluitare 853; as. wemmian sprudeln; ursprünglich wohl ablautend, vgl. die unter ¹wimmeln angeführten ableitungen und nebenformen.wohl früh schon mit der bei wimmeln hervortretenden nebenvorstellung der fülle, des überflusses.nur md. zu belegen:
(ich) vlige, loufe, swimme,
kriche, slinge, wimme
Jeroschin 303;
was wimmet
und schwimmet
in bächen, im meer
Löwenstern bei Fischer-Tümpel, kirchenlied 1, 340;
thür. weme sich regen, wimmeln Hertel 258.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 221, Z. 59.

wimmen2, schw. v.

²wimmen, schw. v.,
'weinlese halten', von lat. vindemiare; ahd. windemôn Graff 1, 899; mhd. windemen, winmen, wimmen, wimnen Lexer; wymman (Konstanz 1378) z. f. gesch. d. Oberrheins 3, 275; wimmen Schöpper syn. f viiᵈ; wümmen Frisius 526ᵇ; Calepinus xi ling. 1545ᵇ; wimnen Tschudi chron. Helv. 2, 433; wimten (praet. wimtetend) 2, 590; wimblen 2, 305; wimmen, wimmeln, wümblen Schmeller 2, 912; wymmen tirol. landtsordn. (1538) V § 29; wimbeln Paracelsus op. 1, 355; wimlen und herbsten 1, 295; gewümmet oder gelesen Albertinus verachtung 55ᵃ; wimblen (am Bodensee) Bürster schwed. Krieg 16; wümmen Züricher bibel (1531) 5. Mos. 28 d; der wimmenden oder ablesenden Guarinonius greuel 679; zu lesen- oder wimenszeit 618; in lebender mundart tirol. wimmen Schöpf; aargau. wimme Hunziker; appenz. wemma Tobler; schwäb. am Bodensee wimmeln Schmid 532; vgl. auch ²wimmer m. und wimmet f.: disz jar .. hat man gewimmet an merteil orten vor ingendem september Tschudi chron. Helv. 2, 133. meist ohne object, aber auch transitiv: so si denselben unsern wingarten wymman wellent (Konstanz 1378, quelle oben); weil so wol euer als meine weinles unserer jugent allbereit ist gewümmelt Albertinus Guevaras hofschule (1600) 141ᵃ;
du traube von Trimmis, dich wimmeln wir heute
C. F. Meyer ged. 93;
mit der partikel ab bildlich: o herr, sich und schau, warumb hast du mich also abgewümmet Züricher bibel (1524) klagel. Jer. 2, 20.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 222, Z. 1.

wümmet, m.

wümmet, m.,
weinlese, s. wimmet teil 14, 2, sp. 225; wummet vindemia Stieler stammb. (1691) 2427; wümmet Dentzler clavis ling. lat. (1716) 357ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1959), Bd. XIV,II (1960), Sp. 1763, Z. 23.

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Zitationshilfe
„wümmet“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCmmet>, abgerufen am 15.06.2021.

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