Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

wünschler, m.

wünschler, m.,
ähnlich wie wünscher (s. d.), aber mit stark abschätzigem nebenton. 1) von einem begehrlich oder gar gierig trachtenden, sehnenden:
man lebt von wünschen fast; der heilige, der sünder,
ja, weise selber sind im wünschen, wie die kinder.
von Peru bis nach Rom, vom Ganges bis zum Rhein,
wird thron und hütt, und see voll toller wünschler seyn
anmuth. gelehrsamk. (1751) 2, 122 Gottsched;
allein vielleicht fangen diese murrer den segen des ackers herbeyzuwünschen, zu früh an ..., wenigstens sind mir ein paar von solchen eilfertigen wünschlern bekannt d. schles. landwirth (1771) 1, 221. 2) 'eine person, welche die glückwünsche der modischen höflichkeit übertreibt' Voigtel wb. (1793) 3, 669ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2054, Z. 30.

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Zitationshilfe
„wünschler“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCnschler>, abgerufen am 10.08.2020.

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