Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würfelbecher, m.

-becher, m.,
zufrühest bezeugt in der diminutivform: pyrgus ein bächerle darinn man die würffel rüttlet ..., mocht man nennen rüttelbächerle oder würffelbächerle Frisius dict. (1556) 1096ᵇ; würffelbecher, würffeltrichter ryffelbeker, ryffeltrechter Kramer hochnd. dict. (1719) 2, 272ᵇ; anmuth. gelehrsamk. (1751) 4, 846 Gottsched; ein würfelbecher aus drachenhaut, mit goldenen buckeln beschlagen Mörike w. ²3, 143 Maync;
er schwingt den kelch wie würfelbecher,
die hostie wie ein kartenblatt
Lenau s. w. 487 Barthel;
in welchen (vorträgen) eine anzahl von intellektuellen modeworten wie im würfelbecher durcheinandergeworfen wurden H. Hesse glasperlenspiel (1943) 1, 29. übertragen: würfelbecher des zufalls Nietzsche w. (1895) 4, 132. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 14 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2166, Z. 69.

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wölflein
Zitationshilfe
„würfelbecher“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrfelbecher>, abgerufen am 11.08.2020.

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