Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würfelstein, m.

würfelstein, m.
1) der spielwürfel: thessere wrfilsteina, wrfelstêine, wrfilstein (12. jh.) ahd. gl. 3, 162, 56 u. 57; wrfilstaini (13. jh.) ebda; später nur vereinzelt (vgl. mnd. worpelstên Schiller-Lübben 5, 771): lepusculus (häszlin oder) wirffelstain Twinger voc. (Stuttg. hs. 1427) 81ᵃ; (s. ahd. gl. 3, 216, 27 St. S.)
vnd wie man würfft die würffelstein,
so stehn sie, weils viereckecht sein
(1572) Fischart w. 2, 459 Hauffen;
Th. Birck comoedia (1590) 17. — 2) stein, mineral in kubischer oder kubusähnlicher form: Schwan nouv. dict. 2 (1784) 1078ᵃ; Voigt beitr. z. e. miner. id. (1789) 325; Zappe mineral. hdlex. (1817) 2, 208. auch 'in gestalt eines würfels zugehauener stein' Campe 5 (1811) 793; pflastersteine aus natürlichem gestein ... werden ... würfelsteine genannt Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 7, 540. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 14 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2176, Z. 19.

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wölflein
Zitationshilfe
„würfelstein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrfelstein>, abgerufen am 15.08.2020.

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