Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würgapfel, würgeapfel, m.

würg(e)apfel, m.,
'eine sorte äpfel, an welchen man ihres schlechten geschmacks wegen worget' Campe 5 (1811) 794, s. würg(e)birne. das wort, das in Gürtlers sammlung von apfelnamen des 16. jhs. (zs. f. dt. wortf. 12, 222) noch fehlt, erscheint zufrühest während des 17. jhs. in redensartlichen fügungen zur (verhüllenden) bezeichnung des (er)drosselns, henkens (s. würgebiszlein, würgelbirne, würg[e]bändlein): wan ich ... ihn mit einen würgapfel gestopfet, dasz er nicht schreien konte Zesen Sofonisbe (1647) 146; als aber ... suldan Achmet ... seinen andern ... jungen brudern ... (wie man zu reden pflegt) ein gericht würgäpfel und tödtliches halsgeschmeide schicken wollen E. Francisci traursaal 1 (1670) 424; der unterkönig ... gab ihnen würgeäpffel zu fressen und ruckte weiter fort nach Quito ebda 3 (1672) 457.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 14 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2188, Z. 69.

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wölflein
Zitationshilfe
„würgeapfel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrgeapfel>, abgerufen am 08.08.2020.

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