Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würgbiszlein, würgebiszlein, n.

-biszlein, n.,
kleiner bissen, der quälend im halse festsitzt; uneigentlich in wendungen zur verhüllenden bezeichnung des henkens, erdrosselns (s.würgapfel, würgelbirne): dieses confect und würgebiszlein nun, die gall- oder galgenoepffel, ... lagen auch dem Bajazeth stets im sinn, wie herb und walghafftig sie dermaleins sich würden versuchen lassen Francisci traursaal 1 (1665) 424; erhellete doch gnugsam, aus seinen (des verurteilten) geberden, dasz ihm für dem würgbiszlein sehr eckelte, und bange gnug wäre ebda 2 (1669) 706. auch: die herbe würgebiszlein des ewigen todes zu schmecken bekommen Kindervater spiegel (1722) 101. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 14 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2190, Z. 22.

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Zitationshilfe
„würgebiszlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrgebiszlein>, abgerufen am 07.08.2020.

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