Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würgendrüssel, m.

würgendrüssel, m.,
entstellt aus würge-dendrüssel (zu drossel, drüssel, m. 'gurgel, schlund, kehle' teil 2, sp. 1435), imperativischer satzname (s. Henzen dt. wortbildung [²1957] § 47 sowie würgebauer, würghals, ferner würggurgel bei Fischer schwäb. 6, 3445 und würgenwidder als übersetzung des wolfsnamens worgram [strangulans arietem] J. Grimm Reinhart Fuchs [1834] CCXXXI vorrede); bezeichnung des landsknechts:
der landsknecht ist ir (der welt) würgendrüssel,
den jüngling heist sie einen sprüssel
(1562) Hans Sachs 17, 235 lit. ver.
wrügendrozzel als bezeichnung eines spruchtones bei Heinrich v. Meissen IX; XII; 187 Ettmüller; so in der Wiener hs. 2701, 14. jhs., fol. 17ᵇ: das ist Vrouwinlobis in dem wurgindrossil ... Hoffmann v. Fallersleben verz. d. altdt. hss. d. hofbibl. zu Wien (1841) 135.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 14 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2213, Z. 12.

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Zitationshilfe
„würgendrüssel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrgendr%C3%BCssel>, abgerufen am 11.08.2020.

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