Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würgerin, f.

würgerin, f.,
strangulatrix vvrgarin ahd. gl. 2, 583, 32 (11. jh.), iruurigarin ebda 455, 31 (11. jh.) St.-S.; würgerin 'foemina trucidans, luce privans, morte afficiens' Stieler stammb. (1691) 2515; eigentlich und übertragen:
mancher mammons knecht, der auff das schnöde geld,
der tugend würgerinn, sein einig hoffnung stelt
Rist Parnasz (1652) 497;
die würgerinn (die grch. todesgöttin Κήρ) ward also in ihrer wirkung an niedern geschlechtern gezeigt Herder 15, 446 S.;
(Jason zu Medea:)
ha! scheusal! ha würgerinn der kinder!
Alxinger s. w. 6 (1812) 134.
von der pest (s.würgengel 2 und würger 1 e):
bald tönt der ruf, die blinde würg'rin weiche;
der seewind kühlt die giftgenährte luft
Kind ged. (1817) 3, 215.
s. noch Fischer schwäb. 6, 3444. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 14 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2219, Z. 1.

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wölflein
Zitationshilfe
„würgerin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrgerin>, abgerufen am 11.08.2020.

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