Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würmchen, n.

würmchen, n.,
'kleiner wurm'. das wort, das im ganzen seltener bleibt als die ältere (schon mhd.) -lein-ableitung, erscheint vereinzelt seit dem 15. jh.; eine zusammenhängende bezeugung setzt jedoch erst in der zweiten hälfte des 18. jhs. ein. der älteren zeit (15.—17. jh.) gehören zahlreiche formen mit mittelsilbenvokal (i, e) an, die sich auf nd. boden teilweise noch in der lebenden mundart vorfinden. bis in das 18. jh. (noch bei Schiller und Göthe) erhält sich die suffix-form -gen. der plural zeigt vereinzelt innenflektion (würmerchen). die diminutivform kennt keine von wurm abweichende anwendungen. sie tritt besonders dann auf, wenn vom wurm die rede ist als dem unscheinbarsten geschöpf (vgl.wurm V, bes. 1 d und e) oder (in der übertragung auf den menschen) als der hilflosen kreatur (vgl. V 5 c β—δ). zur lexikalischen überlieferung vgl. vermiculus wormechin (1414 md.), wormichen, wormgin (15. jh. md.), wormekin (15. jh. nd.) Diefenbach gl. 613ᵇ; als eyn wormken kruypt gemma gemm. (Köln 1512) Z 4ᵇ s. v. vermiculare; vermiculus ein wurmichen nomencl. lat.-germ. (Hamburg 1634) 159. — zu würmken, wörmken als nebenformen von wermut, s. d. sowie Marzell wb. d. dt. pflanzennamen 1, 423.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2261, Z. 1.

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Zitationshilfe
„würmchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrmchen>, abgerufen am 11.08.2020.

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