Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würzbüchse, f.

würzbüchse, f.,
gewürzbehälter: wurzbuhse (1504) bei Lexer mhd. hdwb. 3, 1012;
eyn würtzstein, stoͤsser, lidern küssen,
lange pfulwen, stuͦlach, zwuͦ würtzbüchszen
dar yn man pfeffer vnd negelen duͦt
imber vn zymmet vnd ouch muscat bluͦt
(1514) ged. vom hausrat a. d. 15. u. 16. jh. b 2ᵇ Hampe;
sie mit denen noch blutigen nägeln beydes in die würtz- und saltzbüchs grieffe Grimmelshausen 2, 531 Keller. jünger noch lexikalisch und mundartlich, vgl. Steinbach dt. wb. (1734) 1, 216; Campe 5 (1811) 798; Neubauer Egerländer ma. 27. übertragen: so geschmeidig und nachsichtig die heutige leserwelt ist, alles für gut aufzunehmen, was ihr nur mit irgend einem anschein von witz und laune von den skribenten aufgetischt wird: so billig sollten die letztern auch ihrerseits gegen das publikum sein, diese gefälligkeit nicht miszbrauchen, unverdauliche ingredienzien nicht durch die würzbüchse genieszbar machen, und den geschmack betrügen wollen allg. dt. bibl. (1765) 68, 150. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2335, Z. 11.

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Zitationshilfe
„würzbüchse“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrzb%C3%BCchse>, abgerufen am 13.08.2020.

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