Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würzling, m.

würzling, m.,
sich bewurzelnder pflanzentrieb, steckling. im 19. jh. ungebräuchlich werdend: viuiradix wuͤrtzling (Straszburg 1582) Diefenbach gl. 624ᶜ; in den ersten 12 tagen (des februar) soll man die oͤpffel zweig einlegen wuͤrtzling zumachen M. Herr feldbau (1551) 57ᵇ; (die kastanienbäume) wollen nicht von würtzlingen sondern von der frucht gepflanzet sein schles. wirthschafftsbuch (1712) 233. besonders im weinbau, von dem der fortpflanzung dienenden fächser; vgl. viuiradix würtzling, rebschosz so mit der wurtzel gesetzet würt Golius onomast. (1579) 365; wie ich dann von etlichen kuͤnstlichen und erfahrnen rebleuthen, meinen landsleuthen im Ramsthal gesehen, dasz sie mit sonderer kunst jhre wuͤrtzling ziehen Grassäus der kleine baur (1618) 207; die weinberge nun werden entweder von den reben, oder wuͤrtzlingen, oder bogen gepflantzt Hohberg georg. cur. (1682) 1, 335; die ... neue methode ... besteht darinn, anstatt einen weinberg von schnittholz oder würzlingen und absenkern anzulegen, solches von alten stöcken zu thun allg. dt. bibl. (1765) 32, 267.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2397, Z. 38.

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Zitationshilfe
„würzling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrzling>, abgerufen am 07.08.2020.

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