Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würzung, f.

würzung, f.,
zu würzen, vb. 1) die delikate zubereitung, das würzen der speisen; vgl. conditio die würtzung B. Faber thes. (1587) 199ᵃ; wuͤrzung conditura ipsequoque actus aromatibus condiendi Stieler stammb. (1691) 2587: diese (zimtrinde) machte durch ihre wuͤrtzung nicht nur alle speisen angenehm, waͤrmete alles erkaltete, sondern das aus dem zimmet gepreszte öl gaͤbe den staͤrckesten balsam Lohenstein Arminius (1689) 2, 334ᵃ; die kunde von der benutzung ... des salzes zur würzung (der speisen) Mommsen röm. gesch. (1856) 1, 17; um seinen Pariser freunden und freundinnen den wohlgeschmack dieses teutonischen gerichtes (sauerkraut) in gallischer würzung (in champagner gekocht) zu beweisen Weigand die löffelstelze (1919) 6. mehr gegenständlich, das gewürz selbst: sie sollten sich sogar für einem allzu häufigen und allzu öftern gebrauch auch der gelindesten würzungen hüten Füeszlin von d. gesundheit (1768) 176. 2) übertragen: im uͤbrigen so sind diese ergoͤtzlichkeiten gleichsam nur eine wuͤrtzung oder anstand von den ernsthafften geschaͤfften Serlin beobachtungen (1672) 1, 42; doch giebt es einige stellen (bei Virgil), wo man mehr ordnung, mehr deutlichkeit, zuweilen auch sogar mehr delicatesse und würtzung verlangte Ramler einl. i. d. schönen wissensch. (1758) 1, 382; euer gnaden sind zwar noch nicht ganz über die jugend weg, aber sie haben doch schon einen kleinen beyschmack vom alter, eine würzung vom salze der zeit Shakespeare 6 (1800) 206.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2399, Z. 13.

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Zitationshilfe
„würzung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrzung>, abgerufen am 08.08.2020.

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