Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

würzwein, m.

würzwein, m.
das mit abstand älteste zeugnis des wortes meint vielleicht einen kräuterwein; also zu wurz, f. 1 gehörig: sie heisen es ein war (kaufmannsware), das einer feyl hat, das er guͦt feyl hab daz werschafft (dauerhaft) ist, es sei von thuͦch, wurtzwein oder was es den ist Keisersberg brösamlin (1517) 1, 93ᵇ. für einen mit gewürzzutaten bereiteten wein: (ich) tränckte dich mit würzwein, mit most der granaten (hohelied 8, 2) Göthe I 37, 309 W.; fremder würzwein, kunstvoll aus französischem rothwein verfertigt, wurde als claret und hippokras (nach Deutschland) eingeführt G. Freytag ges. w. 18 (1888) 141; um seine traurigkeit zu vertreiben, liesz der oheim einen warmen würzewein bereiten Bruno Wille die abendburg (1909) 78. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2399, Z. 69.

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wölflein
Zitationshilfe
„würzwein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCrzwein>, abgerufen am 15.08.2020.

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