Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wuscheltag, m.

wuscheltag, m.,
eine der zahlreichen volkstüml. bezeichnungen des donnerstags vor dem aschermittwoch (= vor estomihi); etymologisch unklar. zur sache vgl.: hdwb. d. dt. abergl. 2, 1247; wb. d. dt. volkskde (²1955) 189; s. auch gleichbed.: der unsinnige donnerstag teil 2, sp. 1253 (4); wütiger (?) donnerstag unten sp. 2545; weiberdonnerstag und weiberfastabend teil 14, 1, 1, sp. 384. — das wort begegnet nur ganz vereinzelt im 15. und 16. jh.: anno domini (14)67 kam hertzog Sigmund ... von einer e wegen; und hat der hertzog sin fasznacht zuͦ Basel. was ein hubsch leben mit stechen, mit tantzen: der hertzog stach selber mit dem von Halwiler, und luff mit den frowen beremet (mit rusz bemalt) durch die stat am wuscheltag Basler chroniken 4, 349; die überflüssige zerungen (bewirtungen) an hohen festen ... und wüscheltagen (sollen abgeschafft werden) quelle v. j. 1572 bei Scherz-Oberlin gl. 2072.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2401, Z. 11.

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Zitationshilfe
„wüscheltag“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCscheltag>, abgerufen am 15.06.2021.

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