Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

wüstgerinne, n.

wüstgerinne, n.,
derjenige kanal an einer wassermühle, durch den das überschüssige wasser abgeleitet wird. nur lexikalisch belegt; offenbar zusammengerückt aus der (noch unzulänglicher belegten) adj.-verbindung das wüste gerinne (s. ²wüst A 3 b α) und syntaktischen abwandlungen davon (etwa ein wüst gerinne, am wüsten gerinne): freygerinne, wüstgerinne, freylauf Voch allg. baulex. (1781) 111ᵃ; wüstegerinne, s. freygerinne ebda 347ᵇ; freyschütze ... wüstgerinne, abfall ... oder auch freyarche Benzler deichbau (1792) 1, 164; bey jedem wasserrade (heiszt) das gerinne, wodurch das überflüszige wasser weggewiesen wird, das wüstegerinne ebda 2, 17; iałowe stawidło die schütze vor dem wüstengerinne, das wüstengerinne selbst G. S. Bandtke poln.-dt. wb. (1806) 2, 1406ᵃ; wüstengerinne Beil technol. wb. (1853) 663; Krünitz öcon. encycl. 240 (1857) 162; Mothes baulex. (1882) 4, 491.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2466, Z. 48.

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Zitationshilfe
„wüstengerinne“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCstengerinne>, abgerufen am 08.08.2020.

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