Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

wüstenkönig, m.

wüstenkönig, m.
1) poetisch für den löwen:
so reiszt die netze, die die höhl umstricken
der löwe ...
der nächste fällt, des wüstenkönigs beute
Gaudy s. w. (1844) 7, 131;
vgl. Freiligrath ges. dicht. (1870) 1, 151. 2) vereinzelt, unter anderem aspekt, für das kamel: unbeschreiblich hochmütig schauten die wüstenkönige von ihrer kopfhöhe her auf die eigentümer der bäumchen nieder und schienen auszudrücken, dasz blühende kirschbäume gerade gut genug für trampeltiere seien Ponten im Wolgaland (1933) 70. 3) könig eines wüstenvolkes:
Tanfirion, könig von Almasille,
zwar besser wüstenkönig wohl genannt,
denn unterm himmel haust in öder stille
sein volk; kein dach noch fach im ganzen land
Regis Bojardos verl. Roland (1840) 245.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2462, Z. 51.

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Zitationshilfe
„wüstenkönig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCstenk%C3%B6nig>, abgerufen am 11.08.2020.

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