Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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wuthaftig, adj.

wuthaftig, adj.,
'in wesen und handeln von wut (im sinne heftiger aggressiver erregung) geprägt'. die umgelautete form herrscht vor. im erstbeleg mit suffixumlaut (verderbter text, vielleicht anschlusz an heftig): der wüthefftige teuffel (um 1543) Luther br. 10, 494 W. in der gleichen formel öfter: wenn nun dieser trost des evangelij, im glauben gefast ist, so finden sich als baldt andere feinde, als die welt, und der fürst derselben, der wuthafftige teuffel Pomarius gr. postilla (1590) 3, 177ᵃ; wie werden sie diese wüthafftige teuffel am jüngsten tage anschawen Betulejus discurs v. d. höchsten gut (1615) 13. seltener in freier verwendung: sie haben solchen parricidam und mörder, den wilden thieren, unnd bestien nicht fürwerffen wollen, damit von solcher grewlichen, wüthafftigen art und natur, sie auch nicht wüthafftiger unnd grewlicher würden Pomarius gr. postilla (1590) 1, 187ᵃ; also wird von den Ungern oder Hunen gleicher gestalt geschrieben, das sie ein wüthafftig und über die mas blutgierig volck gewesen M. Dreszer sächs. chron. (1596) 81.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2538, Z. 4.

wuthaftig, adj.

wuthaftig, adj.,
'in wesen und handeln von wut (im sinne heftiger aggressiver erregung) geprägt'. die umgelautete form herrscht vor. im erstbeleg mit suffixumlaut (verderbter text, vielleicht anschlusz an heftig): der wüthefftige teuffel (um 1543) Luther br. 10, 494 W. in der gleichen formel öfter: wenn nun dieser trost des evangelij, im glauben gefast ist, so finden sich als baldt andere feinde, als die welt, und der fürst derselben, der wuthafftige teuffel Pomarius gr. postilla (1590) 3, 177ᵃ; wie werden sie diese wüthafftige teuffel am jüngsten tage anschawen Betulejus discurs v. d. höchsten gut (1615) 13. seltener in freier verwendung: sie haben solchen parricidam und mörder, den wilden thieren, unnd bestien nicht fürwerffen wollen, damit von solcher grewlichen, wüthafftigen art und natur, sie auch nicht wüthafftiger unnd grewlicher würden Pomarius gr. postilla (1590) 1, 187ᵃ; also wird von den Ungern oder Hunen gleicher gestalt geschrieben, das sie ein wüthafftig und über die mas blutgierig volck gewesen M. Dreszer sächs. chron. (1596) 81.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2538, Z. 4.

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Zitationshilfe
„wüthaftig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCthaftig>, abgerufen am 07.08.2020.

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