Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

wütnis, f.

wütnis, f.,
vereinzelt und ohne histor. zusammenhang sowohl ahd. wie im 16. jh. auftretend; im ahd. abstraktum zum adj. wuot wie ags. wōdness zu wōd, im 16. jh. zum vb. wüten. 'geistesverwirrung': odho mahti angil so sama so got mannan chifrumman? dhazs so zi chilaubanne mihhil uuootnissa ist (quod ita existimare magne̜ dementie̜ est) Isidor 8, 11 Hench; dementia uuot nissa (9. jh., aus Isidor 8, 11, vgl. Kögel in: beitr. 9, 330) ahd. gl. 4, 6, 57 St.-S. 'wüterisches treiben und streben': der krieg sei von der teuffel wütnisz und furien erstlich bewegt S. Franck kriegbüchlin d. friedes (1550) 68ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1960), Bd. XIV,II (1960), Sp. 2548, Z. 13.

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Zitationshilfe
„wütnis“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCtnis>, abgerufen am 07.08.2020.

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