Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

wahlgang, m.

wahlgang, m.
1)
gang zur wahl: sie (die wähler) wurden auf ihrem wahlgange zur urne auf das schärfste kontrolirt. stenogr. berichte des reichstages 11. 2. 1888, s. 835.
2)
die einzelne abstimmung für eine wahl als gang (fechtergang, s.gang 4, e, theil 4, 1, 1222) aufgefaszt: wahlmänner, welche erst erscheinen, nachdem die sammlung der stimmzettel begonnen hat, können keinen stimmzettel für den im lauf befindlichen wahlgang abgeben. badische wahlordnung von 1818, § 64; indem er wegen eines erbrochnen siegels an einem stimmzettel den wahlgang für ungiltig erklärte. Reuchlin gesch. Italiens 289; der abgeordnete wurde im ersten, zweiten u. s. w. wahlgang gewählt. der erste wahlgang meist im gegensatz zur engeren wahl oder stichwahl: wenn er ... im ersten wahlgang zuerst erwählt wurde. Gotthelf 9, 186 (wahlängste).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1903), Bd. XIII (1922), Sp. 568, Z. 30.

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Zitationshilfe
„wahlgang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wahlgang>, abgerufen am 09.08.2020.

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