Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

warum, fragew. und adv.

warum, fragew. und adv.,
mhd. warumbe, ahd. (erst bei Notker) warumbe (wârumbe), entsprechend mnd. warumme, worumme, wurumme, ndl. waarom, afr. hwerumbe, hwerum, hwerom, werom Richthofen 836.
1)
schon im mhd. tritt, zunächst in md. quellen, mit assimilation warumme und die kürzung warumb, warum auf; im 15. jahrh. kommt auch noch warumbe vor. im nhd. erhält sich die schreibung warumb bis in die 2. hälfte des 17. jahrh.; von wörterbüchern haben Hulsius, Pomai, Dentzler noch warumb, Schottel und Krämer warum; warumb steht noch bei Schupp 8 u. ö., worumb bei Leibniz 2, 51 Guhrauer. eine eigenthümliche, auf warumbe zurückgehende und wahrscheinlich aus der kanzleisprache stammende erweiterung ist warumben, so quellen z. gesch. der stadt Kronstadt 5, 458, 10 (1613). Schupp 709 u. ö. Baumann quellen z. gesch. des bauernkrieges in Oberschwaben 441. Guarinonius grewel der verwüstung 76. Spreng Ilias 46ᵃ (sonst warumb). Ayrer 221, 17 Keller; warummen H. Sachs 8, 271, 13 Keller (: kummen). Wild von dem doctor 2, v. 90. Abr. a S. Clara Judas 1, 154. der vocal der 1. silbe schwankt lange zwischen a und o: worumbe Rothe düring. chron. 555 Liliencron; worum Mentels bibel 1, 5, 6 Kurrelmeyer u. ö. Brant narrensch. 1, 20. Murner badenfahrt 11, IX, 60. Karlstadt bei Luther 15, 336, 17 Weim. ausg. Manuel weinspiel 1771 neudr. Hedio chron. germ. 1ᵇ. Tschudi chron. helv. 1, 56. Hollonius somnium vitae humanae 95, 58 neudr. Heinr. Jul. v. Braunschweig 48 u. ö. Froschmeuseler E 3ᵇ. S. Dach 92 Österley. Kantzow chronik v. Pommern 99. 101. Leibniz deutsche schriften 2, 51 Guhrauer. von den wörterbüchern haben die älteren warumb, nur Dasypodius und Frisius daneben worumb, Stieler aber gibt worüm neben warüm an, Kramer und Rondeau worum neben warum, Ludwig bevorzugt sogar worum vor warum; Steinbach 'worum, hodie warum'; Adelung schränkt worum auf die 'mehr determinative bedeutung' (= um was) ein, was dann zur regel geworden ist. vereinzelt erscheint wurumb Mentels bibel 4, 250, 58 Kurrelmeyer. Schwarzenberg t. Cicero 149 u. ö., wurumme Diefenbach nov. gl. 124ᵃ s. v. cur. mundartlich ist es zu schwächung und völligem ausfall des vocals gekommen, so elsäss. wərum, frum Martin - Lienhart 1, 39ᵇ, tirol. brumb Schöpf 802. in der 2. silbe ist umgelautetes ü im md. sehr verbreitet, in älteren quellen wegen der schreibung warvmb oft nicht zu erkennen, Schottel 1441 gibt aber warüm (gedr. wrüm) neben warum an, Stieler 2384 nur warüm, worüm; warümb steht auch bei P. Gerhardt, Fischer-Tümpel 3, 301, warüm Rist friedejauchz. Teutschland (1653) 24. Bellin hd. rechtschr. 17. Butschky Pathmos 10. Thomasius kleine teutsche schrifften (1707) 72. Brockes ird. vergn. 4, 57 u. ö. noch jetzt in Mitteldeutschland verbreitet z. b. worüm Ruckert 197; warim Gerbet 140; worim Albrecht 6. — der ton liegt in gewöhnlicher rede auf der 2. silbe, die 1. ist nur betont, wenn ein gegensatz zu darum gemacht wird, doch kommt in gehobener sprache auch die betonung der 1. silbe vor, wenn ein besonderer nachdruck auf dem worte ruht. die dichter verwenden das wort häufig so im verse (auch ohne besonderen nachdruck):
dasz ein esel hat gespracht, warum wundert man sich doch?
Logau 2, 5, 64 (s. 323 Eitner);
warumb hast du mein vergessen?
P. Gerhardt, Fischer-Tümpel 3, 378ᵃ;
und warum wär es auch die welt?
Günther 87;
warum wendest du dich? ach, warum fliehst du mein auge?
warum musz ich traurend dir nachsehn?
Klopstock oden 1, 62, 71 Muncker;
ach, warum lebt ich, es zu sehn?
Gerstenberg ged. eines skalden 364, 8 neudr.;
ja, Daja; gott sey dank! doch warum endlich?
Lessing 2, 191 (Nathan 1, 1);
warum gabst du uns die tiefen blicke?
Göthe 4, 97 Weim. ausg.;
warum hat dein volk, das hehre
Hafis dich genannt?
6, 33;
warum hast du nicht
in's priesterrecht dich weislich eingehüllt?
10, 68 (Iphigenie 4, 4);
und warum bliebt ihr so verborgen?
16, 155;
wo aber ist sie? warum kommt sie nicht?
Schiller 12, 134 (Piccolomini 3, 3);
o, warum schlosz ich ihm die vestung auf!
12, 338 (Wallenst. tod 4, 6);
o warum hat man mich nicht vorbereitet!
12, 491 (M. Stuart 3, 2).
2)
warum in der directen frage.
a)
die frage ist ausgeführt: warúmbe ist er (der psalm) gescriben? Notker ps. 11, 1;
dô sprach der arme Heinrich
'war umbe untrœstent ir mich?'
Hartm. v. Aue armer Heinrich 205;
da sprach gott der herr zum weibe: warumb hastu das gethan? 1 Mos. 3, 13; da kamen zu im die schrifftgelerten und Phariseer von Jerusalem, und sprachen: warumb übertretten deine jünger der eltesten auffsetze? Matth. 15, 2;
warumb schlegst mich so grausam übel?
H. Sachs 21, 23, 23 Götze;
warumb thut mich dan plagen
die lieb ohn underlasz?
Spee trutznacht. 27;
ach warum, o natur, warum, unzärtliche mutter,
gabest du zum gefühl mir ein zu biegsames herz?
Klopstock oden 1, 31, 5 Muncker;
warum bist du gekommen? sag' mir an!
Göthe 11, 313 Weim. ausg.;
warum hat's bäumlein denn gelacht,
und warum denn seine kameraden?
Rückert werke 3, 6.
in der neueren sprache kann warum auch einen elliptischen satz einleiten: aber warum dieser zärtlichbange blick auf ihren liebhaber? warum die thräne, die in ihrem auge zu erstarren scheint? Wieland 1, 203 (Agathon 4, 6);
die bergeshöhn warum so schwarz?
woher die wolkenwoge?
Göthe 3, 221 Weim. ausg.
statt der frage kann ein bedauern oder eine klage zum ausdruck kommen: ach, Mellefont, warum musz ich einen andern begriff von dieser ceremonie haben! Lessing 2, 8 (Sara Sampson 1, 7);
warum verliesz ich meine stille zelle,
da lebt ich ohne sehnsucht, ohne harm!
Schiller 14, 52 (braut v. Mess. 2, 1);
ach, warum ist er nicht hier geblieben!
Göthe 2, 73 Weim. ausg.;
warum wohnen wir nicht näher an einander! briefe 41, 210; gott! warum, warum musz ich sie verlieren! Iffland theatral. werke 1, 31 (A. v. Thurneisen 2, 2). ferner kann einer ablehnung oder zurückweisung ausdruck gegeben werden:
ouch wil ich niht engelten
swaʒ ir mich muget schelten.
war umbe solt ir michs erlân?
ir hât eʒ tiurerm man getân.
Hartm. v. Aue Iwein 215;
hie ist mein sitz (an der tafel),
und gäb nit umb den pabst ein schnitz:
warumb solt ich eim andern weichen,
so er doch eben ist meins gleichen?
Scheit Grobianus 651 neudr.;
da ich die stücke ... ohnedem von meinen freunden communicirt bekomme, warum soll ich sie damit belästigen? Kant 10, 537. in der neueren sprache kann (wie bei franz. pourquoi) bei dieser auffassung auch nur der inf. mit warum verbunden werden:
du tödtest, sagt man, alle Engelländer,
die du im kampf bezwingst — warum nur mich
verschonen?
Schiller 13, 280 (jgf. v. Orl. 3, 10);
don Cesar. ich nehm es (das schlosz) nicht, doch bin ichs wohl zufrieden,
dasz wirs gemeinsam brüderlich bewohnen.
don Manuel. so seis! warum ausschlieszend eigenthum
besitzen, da die herzen einig sind?
don Cesar. warum noch länger abgesondert leben,
da wir, vereinigt, jeder reicher werden?
14, 35 (braut v. Mess. 1, 5);
doch warum in dieser zeit
an die arbeit treten?
Uhland ged.² 55.
b)
es kann sich an warum auch ein einzelnes wort anschlieszen, das aus einer vorhergehenden äuszerung übernommen wird: daz chit psalmus kesúngener selbemo Asaph ... wârúmbe gesúngener? Notker ps. 80, 1; verzwyfflung die dich bringt in den unwiderbringlichen fal der ewigen verdamnusz. warumb unwiderbringlichen? Keisersberg bilg. 21ᶜ;
Daja. er ist es! Nathan! — gott sey ewig dank,
dasz ihr doch endlich einmal wiederkommt.
Nathan. ja, Daja; gott sey danck! doch warum endlich?
Lessing 2, 191 (Nathan 1, 1).
oft bezieht sich warum für sich stehend auf die ganze vorhergehende äuszerung: warumb? antwort der kämmerling Amadis 1, 21 Keller; lieber, warumb das? Luther 18, 95, 25 Weim. ausg. gern schlieszen sich dann partikeln an warum an: warumb aber? quid autem? Maaler 485ᵃ; warumb doch? quamobrem tandem? Henisch 720, 23; worüm dann? quamobrem? Stieler 277; dasz sie mich nach Jauer abgeliefert haben. und warum? um ein stück Reichenberger tuch Fontane werke I, 6, 12; 'es musz doch eine rechte verlegenheit gewesen sein'. 'nein, mama, ... und warum auch?' die Poggenpuhls 96;
doch andre nennen mich
die dummheit. doch warum? das weisz ich nicht zu sagen.
v. Cronegk schriften 1, 7 (die verfolgte komödie 2).
warum nicht, das gern einräumend gebraucht wird, begegnet seit dem 15. jahrh.: quidni, warumbe nicht Diefenbach gl. 479ᵇ; warumb nit, quin, curnon, quidni Dasypodius 452ᵈ; warumb aber nit? quid ita non? warumb dasz nit? quidni? Maaler 485ᵃ; warum nicht? Krämer 1211; o mein Syre, ich bitt dich hastus auch gehört? warumb nit, der ich stäts bey und mit bin gewesen? Boltz Terenz deutsch (1539) 77ᵃ. Brunette. es wird wohl nicht geschehen. Pultrac. warum denn nicht? Stoppe Parnasz 492; genugthuung? ... es ist gut, du sollst sie haben. auch das, mein junge; und warum auch nicht? Heyse nov. 1, 224. warum nicht gar! dient als ausdruck der entschiedenen ablehnung oder auch nur der verwunderung (vgl. th. 4, I, 1329); es hat sich seit der mitte des 18. jahrh. von der nordd. umgangssprache aus verbreitet (nach Adelung der vertraulichen sprechart eigen): ich behaupte es, sagte mein oncle Toby, es hätte sein cerebellum zerbrochen ... und ein ordentliches pappmus daraus gemacht. warum nicht gar! versetzte doktor Slop Bode Tristr. Schandi 3, 73; Anton. habt ihr euch denn nicht gezankt? Lisette. warum nicht gar? Lessing 1, 287 (d. junge gelehrte 3, 12); also wird herr N. mit an dem journale arbeiten? — warum nicht gar? er communicirt mir blos die ankündigung 12, 47; ei vater, ihr könnt ja mit uns ziehen. ich in die stadt? warum nicht gar? Kotzebue dramat. spiele 3, 45; 'es ist ja niemand anders als der kapellmeister Schmalz, der mir die guitarre beibringt'. 'warum nicht gar!' brummte der alte ökonomierath, 'es ist der lustige commissär' Hauff 7, 21 Hempel. die ausdrucksweise ist eigentlich elliptisch, indem ein von einem andern gebrauchter ausdruckauch mit weiterer steigerungals ungereimt hingestellt wird, vgl.: und kinder! warum nicht gar säuglinge? Gerstenberg literaturbriefe 196 neudr.; warum nicht gar zank? scherz ists O. Ludwig 3, 12 (erbförster 1, 1).
c)
schlieszt sich an ein eingeschobenes warum sofort die beantwortung der frage an, so nimmt es den charakter eines begründungswortes an. zunächst mit folgender conjunction:
ich kan dich, herre, niht volloben
nâch dîner wird envollen.
war umb? daʒ ich Apollen,
dem abgot, hân an gesigt,
daʒ mir mêr fröude wigt
denn daʒ ich worden bin gesunt.
Reinbot v. Durne heil. Georg 3822 Kraus;
bei uns sind die vokale das erste und lebendigste und die thürangeln der sprache; bei jenen (den Hebräern) werden sie nicht geschrieben — warum? — weil sie nicht geschrieben werden konnten Herder 5, 13 Suphan. seit dem frühnhd. auch ohne solche: jetz sind dir nach disem artickel alle ding rein, warumb? du bist glöbig, dir syen alle spysen rein Zwingli v. freiheit d. speisen 10 neudr.; der tod und jüngst tag seind grausam allen gotlosen, erwünscht aber allen guͦthertzigen. warum? jhene achtens bös, so ists in also. wie ein jeder glaubt, also geschicht im sprichwörter (Frankf. 1548) 68ᵃ;
du bleibst, wie er, der deinen lust?
warum? auch du bist voller liebe.
Stoppe Parnasz 7;
die schwalbe selber lüget,
warum? sie kommt allein!
Göthe 3, 33 Weim. ausg.
so erklärt es sich, dasz in den alten glossaren warumb auch angegeben wird für enim Diefenbach gl. 202ᶜ, nam 374ᶜ, quia 479ᵃ, quoniam 481ᵇ (auch dan warumb); auch warumb (daneben darumb) für quamobrem 477ᵃ, quapropter, quare 477ᶜ wird meist hierher gehören. in den dialecten begegnet dies begründende warum (ähnlich drum bei Hebel mit unmittelbar anschlieszendem verb, vgl. auch schweiz. idiot. 1, 231. Fischer 2, 84) mehrfach, so hess. worum Pfister 2. erg.-heft 45 (im südl. Vogelsberg); warum dasz Schott deutsche colonien in Piemont 345. Keisersberg u. a. beantworten das fragende warum zunächst mit darum, woran sich die begründung schlieszt: das ist ein guͦt werck an im selber, aber nit ein tugentrich werck. warumb? darumb, das disz guͦt werck nit kummet usz der geschicklicheit eynes guͦten hertzen bilg. 90ᶜ; sy stond nit still sich zuͦ bedencken. warumb? darumb, die forcht treybet sy has im pfeffer aa 3ᵈ; man hat vor ettlich und vil hundert jarn vil haimliche und gewaltige künsten, darzu gut glückh und mer dan zu ietziger zeit darzu gehapt; warumb? darumb, die völckher in der welt seind nitt so sündhafftig gewesen Krafft reisen 339 Haszler; werdend sy von yederman also genennet. warumb? darumb, das sy ... Züricher bibel (1551) vorred A aa 3ᵃ. da warum als begründungswort empfunden wird, wird ihm auch im 15. jahrh. wann (vgl. die oben sp. 1864 für wann warum gegebenen belege, wo wann kaum mehr als fragewort anzusehen ist) später denn (dann) vorausgeschickt; dies der umgangssprache eigene denn warum tritt auch in der neueren litteratur öfter hervor: jdoch sein ir allein vier: die haben ein gezeucknisz der meisterschaft. wann worumb (lat. quia), sy verkundigen durch die virteil der werlt den glauben der hailigen dreivaltigkeit Mentels bibel 1, 5, 6 Kurrelmeyer; yetz brieve ich ... deinen hohen adel, ... seitmal die hymlischen dein füerer ... seind. dann warumb, dieser dein gefert ... ist ... Minerva gewest Schaidenreiszer Odyssea 35, 11 Weidling; wie er (gott) es uns zuͦschickt, sollen wir guͤtlich annemen, dann warumb, er ist allmechtig 41, 22; wee aber dem, der den krieg führt, dann warum? er ist der erst in dem wee Paracelsus (1590) 9, 127; das geld macht jezt eine hauptsächliche versuchungsgelegenheit ... denn warum? der eigennutz ... hat es so gewollt Bettine dies buch gehört dem könig 1, 65; (ein barbier spricht.) das musz wirklich unter die leute kommen. denn warum? wirkt so etwas nicht beruhigend? Gutzkow ritter vom geist² 3, 172; sie war eine sparsame frau und hob alles auf. das ist nun meine (des aufladers) art nicht. denn warum? — wer praktisch ist, braucht um das geld nicht zu sorgen Freytag 4, 264 (soll u. h. 2, 5); die ganz nacht ist mirs gewesen, als wenn ein bär bei mir im bett läg; denn warum? mein mann hat mich zweimal aufgeweckt, weil ich so tief hab atem geholt O. Ludwig 2, 83 (Heiterethei); ja, aber dauern thut es einen doch; denn warum? man ist doch ein mensch 2, 161; so möcht' ich doch der sonnenwirthin ihr herz nicht fressen, denn warum? sie hat eben kein kalbsherz, aber ihr hirn, das thät' mir, glaub' ich, schmecken Herm. Kurz der sonnenwirth 2, 99; 2. alter weber. das jahr kann ich a soviel howetage eemal ni leisten. ich streits eemal nich! denn warum? ... mir hats wasser alles zu schanden gemacht G. Hauptmann die weber 56 (3. akt).
3)
warum im indirecten fragesatz.
a)
nach verben des sagens, mittheilens, fragens, vernehmens, verstehens, feststellens, wissens und nichtwissens:
daʒ er in sagete,
war umb er diu wunder gefrumt habete.
kaiserchronik 5036 Schröder;
saget durch got, war umbe
vlieht ir ein sô schœneʒ wîp?
Hartm. v. Aue Iwein 2260;
so geschehe mir eben recht und wurd yederman sagen, warumb ich nicht herauszen wäre bliben Lindener 18 Lichtenstein;
ouch gabst in offenlich verston,
worumb du sollichs hest geton.
Murner badenfahrt 11, IX, 60;
das uns derselb bekenne frey
warumb gott Phaebus zornig sey?
Spreng Ilias 3ᵃ;
do mit wolt er offenbaren, worumb und worzuͦ er wer derwellt Mentels bibel 1, 192, 61 Kurrelmeyer; do eröffnet pabst Paschalis, worumb er dises concilium zesammen berufft hette Tschudi chron. helv. 1, 56; warum wir den gegenwärtigen (weg) wählen, ist oben angedeutet Ritter erdkunde 1, 60; ich wollt eigentlich darthun, warum ich an die sieben schöpfungstag nicht glaub Bettine dies buch gehört dem könig 1, 49; er ward gefragt, warumb er von dieser buͦsz und vorgehabten weisz abstuͦnd S. Franck sprichw. 1, 8ᵇ; da er gefraget ward, warumb ... er also traurig were Stumpf Schwytzerchronik 16ᵇ; wenn man fragt, warumb ich nicht ausgegangen bin Ch. Wolff von d. menschen thun u. lassen 95;
warum ich wieder zum papier mich wende?
das muszt du, liebster, so bestimmt nicht fragen.
Göthe 2, 11 Weim. ausg.;
mit kurtzem wolt vernemen ihr,
warumb ich euch berüeff zue mir.
Endinger judenspiel 27 neudr.;
ir Musae, habt mich nun vernommen,
warumb ich zu euch her sey kommen.
Fischart Eulenspiegel 8, 172 Hauffen;
losz fruͤnd, warumb ich zuͦ dir kumm.
R. Manuel weinspiel v. 875 neudr.;
nun hörend, warumb das ist bschähen.
schweiz. schausp. 3, 16, 16;
bald es die flöh ersehen hett,
schry es und sagt, nun sich ich wol,
warumb das kind schrey jetz zuͦmol.
Fischart flöhatz 18, 572 neudr.;
damit die gelerten sehen, warumb frösch und meuse so oder anders genant worden Rollenhagen Froschmeuseler (1595) B 6ᵃ; so wolte er ihn mit augen sehen lassen, warumb ein betrogener liebhaber sich nicht zu tode grämen solte Weise drey klügsten leute (1675) 23; warumb aber solches bis anhero zurück gestellet, kan ich eigentlich bey mir nicht ermessen Opitz poemata 6 neudr.; diese menschenrace ... begreift nicht, warum es mit ihr nicht rucken will Göthe briefe 27, 52 Weim. ausg.; warum ich sie hierher führe, werden sie leicht einsehen werke 25, 88; niemand konnte erraten, warum der arme mann den stein aufhob Hebel 2, 6 Behaghel;
und konnt' es nicht versteh'n,
warum sie mochten laufen.
Rückert werke 1, 86;
warumb ... Lohenstein ... die beschreibung ... erwehlet, wollen wir zwar zu ergründen uns nicht bemühen Lohenstein Arminius 1, b 4ᵇ; untersucht man genau, warum gewisse stücke ... entweder gar nicht auf's theater kommen oder, ... nach und nach verschwinden Göthe 40, 97 Weim. ausg.; wer nit kinder hat, der weyszt nit warumb er lebt sprichwörter (Frankf. 1548) 80ᵃ;
deine tugend, redligkeit und kunst
weisz, warum du mir trägst treue gunst.
Logau 1, 8, 90 (s. 181 Eitner);
auch ein kind weisz, warum es seinen bunten, glatten kiesel schön nennt Herder 22, 76 Suphan;
fürt sie mit sich spazieren naus,
und macht, das sie vergessen gar,
warumb sie warn geschicket dar.
Hayneccius Hans Pfriem 12, 36 neudr.
der anschlusz des warum - satzes kann auch ein freierer sein, z. b. man schickte einen boten an ihn ab, warum er nicht komme. im älteren nhd. steht so warum dasz: ist hertzog Bernhart mit den Rhugianern in rede gekhomen, worum das sie sich ... ergeben hetten Kantzow chronik v. Pommern (letzte bearb.) 99 Gäbel; hat ... hertzog Heinrich ... den khonig beschickt, worum das er seine buntsverwanten so bekriegte 101.
b)
an die genannten verba kann sich auch nur warum anschlieszen, was am häufigsten bei wissen vorkommt: ich will euch sagen warum Krämer 1211;
du fragst, o frage
mich nicht warum?
Platen 1, 38 Hempel;
auf einmal aber zerschlug sich's, ohne dasz ein mensch begreifen konnte warum Göthe 23, 35 Weim. ausg.; und kam unversehens ein schreck in sie, dasz sie flohen ... und wiszten selbs nit warumb S. Franck chron. Germaniae (1538) 133ᵇ; so hat er mir geschrieben, dasz er wiederum, unwissend warum, dort abgeschafft worden Simpl. schr. 3, 390, 15 Kurz;
so oft er von ihr schied, betrübte
sie sich und wuszte nicht warum.
Pfeffel poet. versuche 2, 167;
er ist mein mann geworden, ohne dasz ich weisz wie; wir haben zusammen gelebt, ohne dasz ich recht weisz warum Göthe 22, 99 Weim. ausg.
c)
vom indirecten fragesatz aus haben sich (wie bei cur, pourquoi) gebrauchsweisen entwickelt, in denen warum mehr relativ steht.
α)
im anschlusz an subst., zunächst solche wie frage, untersuchung, dann auch, und besonders häufig, grund, ursache u. dgl.: ursach, warumb dis buch geschrieben Ringwaldt lauter warheit vorr. 5; finis ist die ursache, warum etwas geschieht Ch. Weise pol. redner (1677) 117; gleichwie man zufrieden ist, wenn man die ursache erfährt, worumb die sach seyn müssen Leibniz deutsche schriften 2, 51 Guhrauer; ich bin ein gemeiner einfältiger mann, der ihnen ihre ursachen, warum sie den brief nicht lesen können, oder wollen, freylich so musz gelten lassen Lessing 2, 41 (Sara Sampson 3, 3); denn weder hier noch dort sehe ich die geringste ursache, warum denn nun aber ein guter gereimter einfall, ein kurz und glücklich vorgetragener interessanter gedanke, eben eine aufschrift, ein epigramm heiszt 8, 427; diesz ist die ursache, warum so schwer darüber zu reden ist Göthe 48, 180 Weim. ausg.; der andere grund, warum hr. Voltaire den krieg im himmel ... verwirfft Bodmer abhandl. v. d. wunderbaren 19; es musz einen andern grund haben, warum er (der künstler) hier von seinem nebenbuhler, dem dichter abgehet Lessing 6, 378; Kriebow meinte, er glaube nicht, dasz dies der grund, warum die kirche leer sei v. Polenz Grabenhäger 1, 56; elliptisch: es kam mir ein mitschüler entgegen, sagte mir, dasz Öser nicht zu sprechen sei, und die ursache warum Göthe 27, 184 Weim. ausg.;
denn wenn wir auf den ursprung denken,
warum wir unsern geist nie recht zum schöpfer lenken,
so find' ich keinen sonst, als diesen blosz allein.
Brockes ird. vergnügen 2, 233.
β)
im anschlusz an pronomina und wendungen mit dem pron. (z. b. das, warum ich ihn hasse, ist sein stolz oder sein stolz ist es, warum ich ihn hasse):
ach komm, herr Jesu Christ,
komm! dieses einig ist,
worumb du mensch gebohren!
S. Dach 92 Österley;
verzeiht, o Franken ...
... dasz ich den Deutschen einst
zurufte, das zu fliehn, warum ich
ihnen itzt flehe, euch nachzuahmen.
Klopstock oden 2, 63 Muncker;
das ist's, warum mein blutend herz nicht heilt.
Göthe 10, 6 (Iphigenie 1, 2);
und ohne zweifel lag der grund, weszwegen man sie schön fand, in allem dem, warum man sie nicht für häszlich hielt Wieland 19, 49 (Abderiten 1, 4); vielleicht war es dieses gefühl, das alles, was ihm naht, verklärt, warum dem Holders-Fritz der garten so schön vorkam wie nie vorher O. Ludwig 2, 120; das wars, warum sie so traurig die treppe hinuntergeschlichen 2, 322; was war es, warum ihm die versammlung der rathpflegenden zechenden götter zu dieser absicht tauglicher dünkte? Lessing 6, 463.
γ)
räche Segesthes ... deines geschlechtes und des vaterlandes schande, welche gröszer ist, als warum Virginius seine tochter auff öffentlichem marckte abschlachtete Lohenstein Arminius 1, 48ᵃ.
4)
warum erscheint schon frühzeitig substantivirt als 'grund' und zwar gewöhnlich als neutr., daneben auch als masc.:
gottes will hat keinen warumb.
Hanmann anmerck. in die prosodie 91;
dasz du ihn liebest um sein selbst willen ohn allen warum, sondern um dasz er zu lieben ist G. Arnold leben der gläubigen (1732) 41. zuerst bei den mystikern auftretend: gift suochet alle wege daʒ ir an den dingen, aber gâbe ist frî unde blôʒ und alzemâle lôs alles warumbe mystiker 2, 131, 26 (meister Eckhart); alsô als got wirket sunder warumbe und enkein warumbe hât, in der wîse ... wirket ouch der gerehte sunder warumbe 2, 146, 20; dar umme vrêget man, ob ein mensche dâ zu kummen muge, daʒ her tugende wirke sunder warumme der tugende 1, 114, 20 (Herm. v. Fritslar); und alles, das gotlich ist und got zu gehort, das wil und wurckt und begert anders nit dan als gut und umb gut, und da ist anders kein warumb theologia deutsch 53 Mandel. ferner: er hat allweg ain obendrauff und falsches warumb. ja suͦcht und sihet in all seinem thuͦn auff ain lüstle oder nützle S. Franck baum des wissens 126ᵇ;
die ros' ist ohn warumb, sie blühet weil sie blühet,
sie acht nicht ihrer selbst, fragt nicht ob man sie sihet.
Angelus Silesius 1, 289 neudr.;
sogar das seltsame ding, das (närrisch genug) in uns denket,
mit jedem geheimen warum, das unsern willen lenket,
und vom warum das warum erklärt' er an fingern euch her.
Wieland der neue Amadis (1771) 79;
doch forschung strebt und ringt, ermüdend nie,
nach dem gesetz, dem grund warum und wie.
Göthe 4, 114 Weim. ausg.;
kein warum frommt. ewig bleibt stillschweigend und ernst das geschick.
Platen 132 (festges.);
man musz die stimmung nützen, wenn sie neu.
gealtert theilt sie gern des alters zweifel
und fragt nach gründen, endlos im warum.
Grillparzer 7, 149 (bruderzwist 5);
es ist ein köstliches warüm vorhanden, justa, facilis, invicta, et praegnans causa adest Stieler 2384; kein geschöpf unter der sonne wäre geplagter, als ein lehrer, wann er jedem seiner schüler das warum, des warum? erklären müszte C. F. v. Moser beherzigungen (1763) 48; ohne gründe, begriffe und vorstellungen darf ich kosten, um zu kosten, und jedes warum abweisen Herder 22, 207 Suphan; das was liegt in uns, das wie hängt selten von uns ab, nach dem warum dürfen wir nicht fragen, und deszhalb verweist man uns mit recht auf's quia Göthe 28, 50 Weim. ausg.; 'Emilie Galotti' ist auch nur gedacht, und nicht einmal zufall oder caprice spinnen irgend drein. mit halbweg menschenverstand kann man das warum von jeder scene, von jedem wort, möcht' ich sagen, auffinden briefe 2, 19; da es nun die, von uns stets a priori gemachte voraussetzung, dasz alles einen grund habe, ist, die uns berechtigt, überall warum zu fragen; so darf man das warum die mutter aller wissenschaften nennen Schopenhauer² 3, 18 Grisebach; er konnte sich selber nicht rechenschaft geben, nach welchem gesetz er die fäden seines gedichtes ineinander wob, — es ist auch nicht nötig, von allem das warum und weil zu wissen Scheffel Ekkeh. 385. Göthe bildet den plural die warums: was sollen hier worte? was soll ich die warum's dir vortragen? — die warum's sind so viel lügen Göthe 11, 188 (Stella 5); warum theilte er die Ilias, und Odyssee? — und mehr solche warums, die ihm die ungereimtheit beantworten mag, die sie ihm eingab 37, 201. warum gern dem darum gegenübergestellt: nun dünkte er sich viel klüger, und wollte von jedem warum das darum sagen, eh' er's gelernt hatte Nicolai geschichte eines dicken mannes 1, 63; lerne deine gemeinde so kennen, wie ein gelehrter die sprache, der bei jedem worte das warum und darum weisz Hippel 1, 229 (lebensl. I);
nach dem warum stets spüren,
das darum prätendiren,
und so den herrn vexiren,
das will sich nicht gebühren.
Kotzebue dramat. sp. 2, 271.
sprichwörtlich: alles hat seyn warum Schottel 1121; alles ding hat ein warum Wille sittenlehre 18; hülf und gnad hat kein warum Schottel 1127. Wille 99; gottes will hat kein warum Schottel 1140; es ist kein warum, es ist auch ein darum Kirchhofer schweiz. sprüchw. 267; jedes warum hat sein darum Frommann 6, 326.
5)
warum steht auch vielfach für 'um was', wofür jetzt (da sich die analogie von worauf, worüber u. s. w. hier mehr geltend macht) worum verlangt wird. bis auf Adelung wird aber kein unterschied zwischen warum und worum gemacht; Adelung sagt, dies werde in einer 'mehr determinativen bedeutung' gebraucht, bringt aber einen besonderen artikel worum nicht, Heynatz 2, 654 erklärt worum für 'um welches' zwar für zulässig, gibt aber der form warum auch in diesem sinn den vorzug, erst Campe unterscheidet deutlich zwischen beiden worten. doch findet die form worum nicht überall annahme; so ist z. b. bei Göthe in der ausgabe letzter hand noch sehr häufig warum im sinne von worum gesetzt.
a)
im fragesatze. wortspielend: ich (Joseph) will dir bald ausz deinem traum helffen ... die drey körp seynd die drey täg, nach solchen wirst du auffgehenckt werden. warum? um den halsz herum: ist auch also geschehen Abr. a S. Clara Judas (1687) 1, 323.
b)
in indefinitem gebrauch:
hast du (leben) mich warumb zu bitten,
o so hebst du mich empor.
Königsberger dichterkreis 27 neudr.
c)
in relativem gebrauch. in verallgemeinerndem sinn: wo zween unter euch eines werden auff erden, warumb es ist, das sie bitten wöllen, das sol inen widerfaren Matth. 18, 19; so woltestu hören vom himel, vom sitz deiner wonung und thun alles, warumb er dich anruffet 2 chron. 6, 33. sonst: horchte ich, warum es doch zuthun seyn möchte Simpl. 1, 358, 12 Kurz; alles, warum ich ihre majestät bitte, sagte er, ist ... Wieland 6, 87; der rest ist nichts, warum er sich bekümmert 9, 299; du weiszt, warum es ihnen eigentlich bey dir zu thun ist 33, 170; in überlegung ziehen, warum man sich vorher ganz und gar nicht bekümmerte, ist der halbe weg zur erkenntnisz Lessing 10, 316; warum sie kämpften, darum mögen oder dörfen wir keinen finger regen Herder 9, 512 Suphan; in absicht auf den punct, warum gestritten wird Kant 8, 91;
lasz ihn ein sanftes schäferlied
auf unsern freund und gönner dichten,
und das an unsrer statt verrichten,
warum wir uns umsonst bemüht.
Gottsched ged. (1751) 185;
so weisz ich, dasz er mein gedenkt,
und thut, warum ich bete.
Gellert 2, 115;
Nathan. und ein derwisch müszte?
was müszt' er denn?
derwisch. warum man ihn recht bittet,
und er für gut erkennt: das musz ein derwisch.
Lessing 2, 207 (Nathan 1, 3);
lasz sehn, warum mir eigentlich zu thun!
um machtspruch oder rath?
2, 298 (4, 1);
denn kein schlachtvieh wollten sie jetzt, sie wollten kein stierfell,
keinen der preise, warum man sonst wohl rennet, gewinnen.
Bürger 236;
dies nun, warum du mich fragst und anflehst, werd' ich fürwahr nicht,
anderswohin abweichend, verkündigen, oder dich teuschen.
Voss Odyssee (1793) 4, 347;
weg ist alles, was du liebtest,
weg warum (im ersten druck worum) du dich betrübtest.
Göthe 1, 70 Weim. ausg.;
befehlen werd' ich morgen das, warum (so 1802 u. sp., im text nach dem 1. druck worum)
ich heute dich ersuche.
9, 306 (Mahomet 2, 5);
erhabner geist, du gabst mir, gabst mir alles,
warum ich bat.
14, 163 (Faust 1, v. 3218);
und gott sei dank, warum (im druck von 1773 worum) ich warb, ist mir worden 8, 137 (Götz 4); das ist alles, alles, warum ich sie bitte 11, 78 (Clavigo 2); ein jährliches gehalt ..., warum's ihm vielleicht einzig und allein zu thun war 11, 107 (4); da haben sie doch wieder ein himmlisches gut, warum (so in allen drucken bis 1832, im text nach der hs. worum) sie einander bringen können. es ist nichts, warum sie einander nicht bringen 19, 98 (Werther); er versagt dir gewisz nichts, warum du ihn freundlich bittest Fr. Müller 1, 71; ein überelegantes halstuch, warum mich alle herren ... beneideten Spindler n. f. 19, 52; thu, warum ich dich gebeten habe! Storm 8, 141. bei besonderem hinweis auf das vorausgehende steht früher als warum (vgl.als 5 th. 1, 256): voraus gesetzt, dasz die herausgeber dieser schriften die aufsätze einrücken wollen, als warum ich sie wenigstens hiermit ersuchen will Bürger 184; diese erfahrung zeigt sich noch deutlicher, wenn man den breiten streif noch einmal so breit macht, welches mit ein paar pinselstrichen geschehen kann, als warum ich die liebhaber ersuche Göthe naturwiss. schriften 5, I, 32 Weim. ausg.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1916), Bd. XIII (1922), Sp. 2188, Z. 5.

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Zitationshilfe
„warum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/warum>, abgerufen am 22.09.2020.

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